Der Gleichgewichtssinn der Katze ist sprichwörtlich, und wie sie auf alle viere fällt, zeigt das Bild oben. Sie wurde angeregt durch Versuche der Weltraumbehörde NASA, die für die Astronauten herausfinden wollte, wie man im Zustand der Schwerelosigkeit oben und unten findet und sich bewegt. Der elegante Fall der Katze wurde zum Lehrstück. Immer wieder ließ Thomas R. Kane vor der Kamera Katzen fallen. Das Studium vieler Bildfolgen enthüllte das Geheimnis: Die Katze benutzt während des Falles ihren Schwanz als Bremse und als Steuer. Er rudert der Drehbewegung des Körpers entgegen, bis das Kleinhirn als Gleichgewichts- zentrale eine Normallage signalisiert. Dann dreht sich der Vorderkörper über die Schulter, die Wirbelsäule spielt einen Augenblick Taschenmesser, und bildet fast einen rechten Winkel, bis auch das Hinterteil gerade gerichtet ist. Dann fällt die Katze, mit dem Schwanz stabilisierend, auf ihre vier Füße. Daß das klappt, hängt von der Höhe des Falles ab oder ob die Katze freiwillig springt. Katzen, die abstürzen, gestoßen oder geworfen werden, verletzen sich häufiger, als man denkt. Stürze aus geringerer Höhe sind deshalb gefährlich, weil sich die Katze in der Luft nicht umdrehen kann, sie fällt auf die Wirbelsäule. Bei Stürzen aus zu größer Höhe ist der Aufprall für Beine und Pfoten zu hart. Es gibt Knochen- brüche, Kieferbrüche und Gehirnerschütterungen. Die Mindesthöhe für eine ge- konnte Drehung liegt bei drei Metern. Doch sollte man einen Katzenfall weder provozieren noch ausprobieren. |
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