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Der Gleichgewichtssinn der Katze ist sprichwörtlich, und wie sie auf alle viere fällt, zeigt das Bild oben. Sie wurde angeregt durch Versuche der Weltraumbehörde NASA, die für die Astronauten herausfinden wollte, wie man im Zustand der Schwerelosigkeit oben und unten findet und sich bewegt. Der elegante Fall der Katze wurde zum Lehrstück. Immer wieder ließ Thomas R. Kane vor der Kamera Katzen fallen. Das Studium vieler Bildfolgen enthüllte das Geheimnis: Die Katze benutzt während des Falles ihren Schwanz als Bremse und als Steuer. Er rudert der Drehbewegung des Körpers entgegen, bis das Kleinhirn als Gleichgewichts- zentrale eine Normallage signalisiert. Dann dreht sich der Vorderkörper über die Schulter, die Wirbelsäule spielt einen Augenblick Taschenmesser, und bildet fast einen rechten Winkel, bis auch das Hinterteil gerade gerichtet ist. Dann fällt die Katze, mit dem Schwanz stabilisierend, auf ihre vier Füße. Daß das klappt, hängt von der Höhe des Falles ab oder ob die Katze freiwillig springt. Katzen, die abstürzen, gestoßen oder geworfen werden, verletzen sich häufiger, als man denkt. Stürze aus geringerer Höhe sind deshalb gefährlich, weil sich die Katze in der Luft nicht umdrehen kann, sie fällt auf die Wirbelsäule. Bei Stürzen aus zu größer Höhe ist der Aufprall für Beine und Pfoten zu hart. Es gibt Knochen- brüche, Kieferbrüche und Gehirnerschütterungen. Die Mindesthöhe für eine ge- konnte Drehung liegt bei drei Metern. Doch sollte man einen Katzenfall weder provozieren noch ausprobieren.

   
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Heather Busch & Burton Silver Warum Katzen malen Eine Theorie der Katzen-Ästhetik Taschen Verlag 1995 ISBN 38228-8812-5 (nur noch antiquarisch) Busch, Heather u. Burton Silver: Mit Katzen tanzen, Heyne, München (ISBN 3-453-14165-2). Künstlerische Katzen!? von Petra Dos Santos Ihre Katze ruiniert gerade Ihr Sofa oder patscht mit farbigen Pfoten an die neue Tapete? Stören Sie sie bitte nicht, denn sie ist eine Künstlerin. Vor einiger Zeit stieß ich zufällig auf das Buch "Warum Katzen malen" - Eine Theorie der Katzen-Esthetik. Neugierig wie ich bin, nahm ich mir die Zeit dieses Buch genauer zu betrachten. Zum Inhalt: Auf zirka 100 Seiten werden verschiedene künstlerische Katzen (Sie haben richtig gelesen) vorgestellt. Diese "Künstler" setzen sich aus verschiedenen Rassen wie Hauskatze, Maine Coon, Norwegische Waldkatze, Somali und anderen zusammen. Alle haben eines gemeinsam: Sie patschen mit ihren Pfoten zuerst in einen Farbtopf und verteilen diese Farben dann kunterbunt auf einem Stück Papier, auf Wänden, auf Glasscheiben und anderen, ihnen zur Verfügung gestellten Flächen. Dieses Spiel wird nun zur Kunst erklärt. Natürlich können wir jedem kätzischen Künstler sogleich einen eigenen Stil zuordnen. Da wäre zum einen Der "Portrait-Künstler", ein Hauskater der sich zuerst zwei Stunden lang im Spiegel betrachtet und dann ein Selbstportrait mit Pfote und Farbe auf ein Blatt Papier niedertapst. Warum er ausgerechnet die Farben blau und schwarz verwendet, obwohl braun und schwarz wohl treffender wären (er selbst ist nämlich ein Black-Tabby),werden wir wohl nie erfahren. Der Künstler namens "Pepper" verstarb 1993 in Manhatten, USA. Als nächstes hätten wir "Sir Tiger", den spontanen Reduktionisten. Ich zitiere:"Das erste, was dem Betrachter an Tigers Werk auffällt, ist eine ungewöhnliche Dichte. Die Vielfalt der Farben, die kompliezierte Linienführung und die ständig wachsenden Strichwinkel bringen Gemälde hervor, die unter den Werken zeitgenössischer Künstlerkatzen einmalig sind." Weitere Künstler möchte ich an dieser Stelle nicht aufführen, da sonst der Spaß am Buch verloren geht. Wer jetzt meint, die Beschreibung der kätzischen Künstler hätte ihren Höhepunkt erreicht, der irrt gewaltig. Die Autoren gehen noch einen, wie ich meine sehr fragwürdigen, Schritt weiter. Oder wußten Sie, dass bildende Kunst dahinter steckt, wenn Ihre Katze Ihnen das Sofa ruiniert? Das wirft den Verdacht auf, dass Katzen dem Menschen einiges voraus haben. Alle, ohne Ausnahme sind "Künstler", was man vom Menschen nicht behaupten kann! Es würde mich nur interessieren, was der weltbekannte Verhaltensforscher für Katzen, Dr. Dennis C. Turner über dieses Buch sagen würde. Wie Sie wahrscheinlich schon bemekrt haben, kann ich diesem Buch, außer ein paar lustigen Eindrücken nichts abgewinnen. Obwohl ich schon seit über zwanzig Jahren ständig von Katzen umgeben war, hat sich bei mir leider noch kein "kleiner Künstler" eingeschlichen. Sie sollen jetzt jedoch nicht denken, dass ich dieses Buch verteufeln möchte. Im Gegenteil, an einem gemütlich Abend, mit einem guten Wein, ist dies die beste Gutenacht-Geschichte, die ich seit Jahren gelesen habe. Bezugsquelle: Benedikt Taschen-Verlag, Köln - Hohenzollernring 53 - D-50675 Köln - ISBN 3-8228-8812-5 Momentan ist das Buch allerdings leider vergriffen.