Rolf Todesco

Aus Mmktagung
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Persönlicher Schreibbereich

Im Wiki schreiben im Prinzip alle überall - wo sie WOLLEN. Es könnte sein, dass niemand in meinen "persönlichen Bereich" schreiben will. Aber ich sehe auch diese Seiten als Seiten im Wiki. Schreiben Sie hier also, was und wo immer Sie wollen !! (Hinweis: Ich lese auch die Diskussionen zu meinen "persönlichen" Seiten !!)


Alles, was ich über mich (quasi persönlich) zu schreiben habe, schreibe ich unter http:www.hyperkommunikation.ch/todesco

Hier schreibe ich

  • einerseits darüber, wie ich in diesem Wiki "Technik" lese.
  • andrerseits über meine Ideen zum Kontext, die in diesem Wiki noch nicht oder gar nie wiki-fähig werden: eben ganz persönliches Zeugs (das gleichwohl von allen mitgeschrieben werden darf, weil es - wie randständig auch immer - im wiki steht. Mein persönlicher Bereiche ist ein Wiki im Wiki, in welchem alle Seiten "Rolf.Todesco.<noch-etwas>" heissen.

    Inhalt

    Rolf.Todesco: Theorie
    Rolf.Todesco: Informatik als Funktionssystem
    Rolf.Todesco: Technik als Funktionssystem
    Rolf.Todesco: Technologie
    Rolf.Todesco: Technik als Medium

          

    Rolf.Todesco: Register - Sachen und Namen - Literatur - Zitate
    Rolf.Todesco: Administratives
    Rolf.Todesco: Wiki als Textorganisation
    Rolf.Todesco: Kommentare zu privatisierten Beiträgen anderer AutorInnen



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    Uebersicht Persönlicher Bereich: Home - Technik als Funktionssystem - Informatik als Funktionssystem -
    Wiki als Textorganisation



    Theorie

    Die Theorie - in dieser Technik-Soziologie - ist eine Differenz-Theorie, Begriffe werden als Differenzen bestimmt, wobei der zu bestimmende Begriff in der Differenz erscheint. Standardbeispiel: Ein System ist die Differenz zwischen System und Umwelt. Begriffe sind deshalb terminologisch gebunden. Insbesondere sind Begriffe an Operationen gebunden. Sie sind also nicht im konventionellen Sinn definiert, sondern durch eine Formanalyse, was heißt, daß wir die Unterscheidung benötigen, die das, was begrifflich gefasst wird, beobachtbar macht, und zugleich das, was durch diese Unterscheidung ausgeschlossen ist.

    Mir ist noch ganz unklar, wie entschiedenen wird, worauf diese Formanalyse angewendet wird. Wir haben ein Beispiel. Wir diskutieren zunächst im Konnotationsbereich von " Programm". Es geht um eine Verständnis von auch noch nicht näher bestimmten Informatik oder Technik oder so. Weshalb sollte hier Programm differenztheoretisch gefasst werden, also zum Begriff gemacht werden und andere Wörter, die wir auch verwenden nicht? Rolf.Todesco 17:49, 12. Dez 2006 (CET)

    Begriffe

    Mitteilung

    Die Mitteilung ist definiert als die Selektion eines Verhaltens in Differenz zur
    Selektion einer Information. Ich kann sagen: 
    "Du bist einfach bescheuert!" oder "Du bist kognitiv unterkomplex!" oder "Zwischen
    Deinen Ohren herrschen ungewöhnlich massive Zustände!" oder einfach eine wegwerfende
    Handbewegung machen und aus dem Felde gehen ... all dies hat im
    Blick auf Anschlüsse unterschiedliche Folgen. Wenn ich das in eine Frage umformuliere:
    Warum sagt jemand das (Information) so (Mitteilung)? Und der Anschluß beantwortet
    ebendiese Frage.
    

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    Informatik als Funktionssystem: Entwurf

    Informatik steht für schillernde Unterscheidungen, aber sicher für etwas, wofür sich die funktionale Systemtheorie interessieren könnte, also für etwas im weitesten Sinne gesellschaftliches. Informatik könnte als Lehre gedacht sein, also als Lehr-System zur Bennennung, Anordnung und Klassifizierung aller Informationsverhältnisse. Die Endung -ik deutet in diese Richtung, es könnte sich um eine Logik der Informationsprozesse handeln. Informatik befasst sich aber nicht wie Wissenschaften mit der Beschreibung von Natur, sondern mit der Beschreibung von artefaktischen Verhältnissen. In der Informatik geht es um das Herstellen, nicht um das Darstellen.

    Wenn man die Informatik systemtheoretisch einordnen will, kommen die Systemtypen Organisation und Interaktion nicht in Frage, es kommt nur ein Funktionssystem in Frage - falls Informatik überhaupt etwas bezeichnet, was als funktionales/soziales System in betracht kommen könnte. "Die Prüfung, ob ein soziales System ein Funktionssystem sei oder nicht, macht man sinigerweise anhand eines heuristischen Apparates, der zunächst einmal eine Reihe von Beobachtungschancen eröffnet, die der schärferen Spezifikation eines in Frage stehenden Sozialsystems dienlich sein können. Es könnte dann darum gehen, das fokale System in ein evolutionstheoretisches Vergleichsregister einzuordnen, das Stellen für ausdifferenzierte Funktionssysteme vorsieht. Dazu müsste sie auf eine zu klärende Weise auf die Form der Gesellschaft bezogen werden". Sie wäre, wenn wir das System als Sozialsystem auffassen, so etwas wie die Wirtschaft oder das Recht.

    Das (Geld-Kapital-)Wirtschaftssystem prozessiert in Form von Zahlungen im generalisierten Medium Geld. Zahlungen gibt es nur in der Wirtschaft und die Wirtschaft umfasst nur Zahlungen. Wirtschaft ist eine kontingente Form der Güterverteilung. Sie stellt sicher, dass genügend viele Güter an genügend viele Orten zuhanden sind. Es gibt auch andere Möglichkeiten, dies zu gewährleisten, die Wirtschaft ist eine spezifische Lösung dieses Problems, wobei das Problem durch die Wirtschaft, die es auf eine bestimmte Weise löst, geschaffen wird. Denkbar wäre ja auch, das keine Güter verteilt werden müssten.

    Das Funktionssystem emergiert also ein Funktion und eine Operation in einem Medium. Wenn Informatik ein Funktionssystem sein soll, müsste wohl zunächst gezeigt werden, welche Funktion durch welche Operation in welchem Medium gewährleistet wird.

    Als Informatik bezeichne ich ein System, das komplex scheinende Artefakte lesbar und so überhaupt möglich macht, indem es Programme produziert. In der Kommunikation dieses Systems geht es um die adäquate Formulierung, die sich in Programmen zeigt. Kein anderes System produziert Programme (im strengen Sinn der Informatik) und Informatik macht nichts anderes als Programme.

    Die Informatik ist eine Problemlösung für Probleme, die auch anders gelöst werden: 1. lösen Computerprogramme praktische Probleme, sie ermöglichen beispielsweise theromstatengeregelte Heizungen, aber man kann auch mit Feuer heizen. 2. lösen Programmiersprachen das Umgehen mit komplizierten Maschinen, insbesondere mit komplexen Steuerungen. Aber man kann auch anders damit umgehen, etwa sich hochkarätig schulen. Exemplarisch ist etwa Schach, ein Standardproblem für die Programmierung, Schach wird aber vor allem von Grossmeistern gespielt. 3. Die Formulierungen der Informatik produzieren eine begriffliche Notation, die eine spezifische Selbstkontrolle enthält, indem sichtbar ist, was mit akturellen, selegierten Computer gemacht werden kann und wo sie abstürzen. Aber man kann Begriffe auch anders entwickeln, etwas durch philosophisches Gerede, das daran geprüft wird, ob andere Menschen auch so reden wollen - oder wenn man will, an einer Logik, die die Informatik antizipiert, indem sie korrekte, beweisbare Schlüsse unterstellt 4. löst Informatik das Konstruktionsproblem, weil die Beschreibungen der Informatik nicht deskriptiv sondern konstruktiv sind. Auch dieses Problem hat auch andere Lösungen, man kann Maschinen bauen, die man nicht programmieren muss. Ausserdem gibt es Selbstorganisation oder Autopoiese, die auch Maschinen - autopoietische - ermergieren, aber die artefaktische Konstruktion lässt fremdreferenzielle Zwecke zu. Für die artefaktische Konstruktion kann ich zur Zeit keine echte Alternative zur Informatik erkennen, weil sie aktuell die Spitze der Technologie darstellt.

    Die Operationen der Informatik passieren im Medium operativer Schaltalgebra/Schrift in Form von Programmtexten, die sich als symbolisch generaliserte Kommunikationsmedien begreifen lassen. Programme haben eine definierte Form und sie können verstanden werden. Man kann sie als Mitteilungen über die Funktionsweise von Maschinen lesen. Zu diesen Mitteilungen gibt es spezifische Anschlusshandlungen, die sich in weiteren Programmen, also in potentiellen Mitteilungen zu weiteren Maschinen zeigen.

    Ausblick

    Natürlich geht es um Technik, nicht um Informatik. Die Technik wird aber in der Informatik sichtbar, die Informatik ist der kategorielle Schlüssel. Den Uebergang habe ich anhand von Taylor beschrieben in Technische Inteligenz - Oder wie Ingenieure über Computer sprechen

    Evaluation (anhand einer Kriterienliste)

    Erste Untersuchungen anhand einer Kriterienliste von Peter Fuchs (Fuchskatalog)


    1) Funktion:

    anstelle von IT spreche ich von Informatik als Funktionssystem. Die Funktion ist die Lösung von Problemen. Die Lösung ist das Lesbarmachen von Artefakten


    2) Code:

    lesbar / nicht lesbar

    oder

    operative Schaltalgebra (Programmiersprache)


    3) Programme im systemtheoretischen Sinn:

    4) Operation:

    Produktion von Informatik-Programmen


    5) Symbiotischer Mechanismus/Somatogene Symbole:


    6) SGK:


    7) Kontingenzformel:

    8) Nullmethodologie:


    9) Organisatorische Sicherheit:

    10) Selbstbefriedigungsverbot:



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    Technik als Funktionssystem Entwurf

    Peter.Fuchs schrieb (Stand 2.12.06)
    Der Vorteil, 'Technik' als ein Funktionssystem zu konzipieren, liegt darin, daß man
    alles, was vor dessen Ausdifferenzierung liegt, als 'preadaptive advances' auffassen
    kann. Man hätte dann das 'Zuvor', den Zeitraum der Ausdifferenzierung, schließlich den
    der Schließung. Ein weiterer Vorteil läge darin, daß die Konzentration auf
    Ausdifferenzierung und Schließung weitgehend auf Technikphilosophie (der techné, der
    poiesis etc.) verzichten kann und daß es auch nicht erforderlich ist, Technik und
    Anthropologie miteinander zu verschwistern. Es geht nicht um den 'homo faber'.
    Das 'Zuvor' der Ausdifferenzierung wird dann genommen als ein variety pool der Evolution,
    in dem 'bestimmte' Lineaturen als erfolgreich markiert wurden. 
    

    Das sehe ich gerne so. Ich verwende auch den Ausdruck Auotopoiese in diesem Sinne: es geht um die Reproduktion des Systems, nicht um den Anfang.

    Vermutungsweise ist die Ausdifferenzierung ein Prozeß, der im 18. Jahrhundert startet,
    beispielsweise an die Dampfmaschine geknüpft ist, an Industrialisierung auf der Basis von
    Maschinen etc., und der Absetzbewegungen zur Wissenschaft (im Sinne des Mittelalters) als
    Autonomisierungsversuche inszeniert. Eine Besonderheit läge in der Hochbeschleunigung
    dieses Vorgangs, die vielleicht die Ursache dafür ist, daß bestimmte Strukturmomente von
    Funktionssystemen nachentwickelt werden mußten bzw. noch nachentwickelt werden. Dazu paßt
    übrigens Heideggers Vorstellung von Technik als 'Ereignis' in seinem überaus
    bedenkenswerten Vortrag 'Der Satz der Identität'. 
    

    Da argumentiere ich historisch, aber nicht in der historischen Zeitrechnung (etwa 18. Jhd), sondern logisch-genetisch, also welche Technik hat an welche angeschlossen oder welche vorausgesetzt. Die Ausdifferenzierung findet nicht auf der historischen Zeitachse statt, sondern schafft sich eine eigene Zeit (Die im 18. Jhd. - vor allem in Frankreich - einsetzende Technik rekonstruiert technische Ojektitäten, die in der von Arabern nach Spanien gebrachten griechischen Literatur beschrieben sind (Heron von Alexandria)). Die Industrialisierung erachte ich als hinreichende Rahmenbedingung, uter welcher die Entwicklung rasant vorwärtskommen konnte, aber sie ist nicht notwendig. Die Absetzbewegung von Wissenschaft, formuliere ich strenger: es geht um eine Ersetzung der Wissenschaft (wobei die Wissenschaft nicht verschwinden muss): Es geht um Engineering anstelle von Deskription von Natur.


    Diese Skizze macht aber nur Sinn, wenn es gelingt, die soziale Funktion des Systems 
    Technik einzukreisen. Ich erinnere daran, daß wir Funktionen errechnen durch die 
    Konstruktion eines Problems, als dessen Lösung ein je interessierender Phänomenbereich
    aufgefaßt werden kann. Dabei geht es um die Konstruktion eines sozialen Problems, das
    (cum grano salis) auf der Ebene der Gesellschaftlichkeit (deswegen: primäre Differenzierung)
    angesiedelt ist. Daß technische Objektitäten auch andere Probleme lösen, spielt hier keine
    Rolle. Daß man eine Technik der Zahnbehandlung entwickelt, Eisenbahn fahren kann, um
    Entfernungen schnell zu überbrücken, mit Telephonen Raum kollabieren läßt, etc.pp, dies
    alles ist hier nicht gemeint. Das ist so etwas wie eine Epiphänomenalität, die zweifelsfrei
    soziale Folgen hat, soziale Prozesse infrastrukturell beeinflußt, aber nichts, was als
    gesellschaftliches Problem so konstruiert werden könnte, daß ein Sozialsystem 'Technik'
    die Lösung wäre.
    

    Ein Problem, das durch Technik gelöst wird, ist ein spezifisches Bedürfnis nach Erklärungen. Heron von Alexandria (siehe [1]) beschreibt ganz viele technische Obkjektitäten um Phänomene zu erklären, etwa: wie ist es möglich, dass sich die Türe eines Tempels (automatisch (im Buch De Automatis)) öffnet, wenn der Priester das Altarfeuer anzündet?

    Als Erklärung konstruiert Heron (ca 100 nach Chr) eine Dampfmaschine. Natürlich gibt es auch andere - nicht technische - Erklärungen, etwa die Götter oder die Sklaven, wobei aber in allen Fällen doch Mechanismen beschrieben - oder impliziert werden, wenn Erklärungen gegeben werden.

    Ich spiele jetzt nur, wenn ich vermute, daß dieses System im Zuge der funktionalen
    Differenzierung ausdifferenziert als 'Kontingenzblocker'. Der Zusammenbruch der
    mittelalterlichen Schicht- und Ständeordnung setzt Kontingenz explosiv frei (läßt sich gut
    nachzeichnen)und diskreditiert jede orientierende Metaphysik und in the long run: jede
    hierarchisierbare Ontologie. Metaphysik und Ontologie (auch: Anthropo-Ontologie)waren
    aber nicht funktionslos. Sie begründeten im weitesten Sinne: tragbare Komplexität. Die
    Heuristik der Theorie geht davon aus, daß Funktionen, die evolutionär erodiert werden,
    nicht einfach verschwinden, sondern neu besetzt werden oder auf alle Fälle neu besetzbar
    sind.
    

    Kontingenzblocker lese ich so, dass nicht mehr alles als Erklärung akzeptiert wird.

    Der Boom der Organisationen etwa läßt sich deuten als Einkopieren der stratifizierten
    Ordnung in lokale (quasi-ontologische) Ordnungen ermöglichende Domänen. Die Annahme könnte
    sein, daß Technik als Sozialsystem durch eine Ontosemantik erfolgreich gestellt wird, die
    das Problem der Polykontexturalität, Heterarchie, Hyperkomplexität zusammenschnurren läßt
    auf: funktioniert/funktioniert nicht - und: funktioniert ersichtlich/funktioniert
    ersichtlich nicht. Das wäre so etwas wie die Introjektion einer ontologisierenden
    Superevidenz (die viel später durch die Risikodiskussion, aber auch durch selbstreferentiell
    agierende Kontingenzmaschinen problematisch wird). 
    

    Anstelle von funktioniert/nicht schlage ich konstruierbar/nicht vor: Technik macht durch Konstruktion von technischen Objektitäten sichtbar, was als funktioniert.

    Hier sehe ich das spezifische des Funktionssystems Technik. "Funktioniert/nicht" wäre die Unterscheidung zu Erklärungen im Sinne von "das ist eine Erklärung/nicht". Die technische Erklärung ist enger, es muss eine Maschine sein.

    nochmals von oben
    Daß technische Objektitäten auch andere Probleme lösen, spielt hier keine
    Rolle. Daß man eine Technik der Zahnbehandlung entwickelt, Eisenbahn fahren kann, um
    Entfernungen schnell zu überbrücken, mit Telephonen Raum kollabieren läßt, etc.pp, dies
    alles ist hier nicht gemeint. Das ist so etwas wie eine Epiphänomenalität, die zweifelsfrei
    soziale Folgen hat, soziale Prozesse infrastrukturell beeinflußt, aber nichts, was als
    gesellschaftliches Problem so konstruiert werden könnte, daß ein Sozialsystem 'Technik'
    die Lösung wäre.
    

    Die Dampfmaschinen von Heron wurden vermutlich gar nie gebaut (obwohl sie technischer sind als die "Konstruktionen" von Leonardo). Das heisst, sie hatten gar nicht den Sinn, Eisenbahn zu fahren, sondern nur den Sinn zu zeigen, wie man Entfernungen schnell überbrücken kann. Es waren Erklärungen für die Möglichkeit, dass jemand vor kurzem noch im entfernten dort und jetzt schon hier ist.

    Um es noch einmal etwas anders zu sagen, die Funktion fällt nicht vom Himmel. Sie
    substituiert, könnte man vermuten, etwas, was im Rahmen der Ständeordnung als 'deifizierte
    Ontologie' prozessiert wurde (und dann zusammenbrach). By the way: Vielleicht übernimmt sie
    sogar das Theodizee-Problem.
    

    Die konstruierte Erklärung substituiert Erklärungstypen. Als Kontingenzblocker könnte sie auch den Bereich des Erklärbaren begrenzen. Die Theodizee könnte dabei vom Wagen fallen.


    Anmerkungen aus Listenmails zu analog diegital

    zusammenhänge können nach der Liste rekonstruiert werden

    Und vor allem das Beispiel, das Sie geben: die Musiknotation auf den Notenblatt ist für mich wie das analoge Ziffernblatt Inbegriff für eine analoge Referenzierung: Wenn die nächste Note höher steht spiele ich eine Taste weiter oben, wenn die Note viele Fähnchen hat, spiele ich sie viel kürzer - darin liegt die Analogie.

    Ich habe schon geschrieben, dass jede Referenzierungs-Analogie eine Vereinbarung braucht und mithin auf höherer Ebene digital ist. Man muss den Hund von der Seite her zeichnen, damit ich ihn erkenne, aber wenn ich diese Voraussetzungen mitbringe, kann ich die Analogie sehen. Einem Wort kann ich nie ansehen, wofür es steht. Ich muss alle Wörter lernen, aber bei den Noten nur das Prinzip der Darstellung.

    Aber das ist nur meine Verwendung (und manchmal die von G. Bateson - wie mein Zitat zeigte). Ich kann gut damit leben, wenn Sie den Ausdruck anders verwenden.

    "Endlich differenziert" muss ein Signalbereich seit, damit die InformationsGEHALT Theorie von C. Shannon passt (das habe ich schon vorher an Herrn Wasser geschrieben).




    Mir ist sehr bewusst, dass es beliebige Abstuffungen gibt und für alle Stuffen eben Beispiele. (Die gefüllte und die leere Note bilden einen exakten Grenzbereich, wo ich mit meiner Unterscheideung den Limes erreiche).

    Mein Argument war/ist, dass digital/analog eine Unterscheidung in bezug auf Referenzierung ist, während kontinuierlich/diskret eine Unterscheidung in bezug Auf Auflösung/Körnigkeit ist. Und hier spreche ich mit IST wieder verkürzt: ich und so weit ich sehe, die technische Intelligenz verwenden die Ausdrücke so!.

    Die Notation "höher/tiefer" ist verbal und mithin digital. Auf dem Notenblatt sind die Noten nicht höher oder tiefer, sondern in einer förmlichen Relation zueinander, die analog der Klaviertastatur und der Basssaiten ist - wenn man den key hat.

    Ich glaube, wir sehen die Sache ähnlich genug. Aber wie Herr Wasser schreibt, wäre ich froh um eine Darstellung der alternativen Notation zur Musik. Das wird meine Vorstellung von analog/digital kaum ändern, aber interessiert mich sehr, gerade weil es ei Beispiel von Referenzierung ist, wo ich mit dieser Unterscheidung¨ denke.




    Da wir jetzt über die Begriffe analog/digital sprechen (und nicht mehr über unsinnige Synonymisierungen zu kontinuierlich/diskret), komme ich nicht umhin, Ihnen eine Zeichnung (analog) vorzulegen (und weil die Liste das nicht unterstützt, halt eben ein Link): [[2]] Die Sache mit der Uhr ist ganz einfach: Die analoge Uhr ist keine Abbildung der Zeit, sondern eine Abbildung der Erdbewegung. Der Stundenzeiger zeigt uns, wo wir auf der Erdoberfläche relativ zur Achse Erde-Sonne stehen. Das hat mit Zeit gar nichts zu tun, sondern ist ein ganz räumliches Verhältnis. (darüber haben Sie ja kürzlich auch geschrieben).

    Die analoge Uhr wird in der Tat oft digital gelesen, weil sie Zahlen oft auf dem Zifferblatt hat. Der naive Leser meint dann, der Zeiger zeige auf die Zahlen. Der Zeiger zeigt aber, wo auf der Erde wir stehen und die Zahl auf den Zifferblatt (die nicht mehr oder weniger, sondern digital ist) dient nur dazu, dass man einem andern sagen kann, wo der Zeiger gerade steht. Die Zahlen auf der Uhr dienen der sprachlichen Kommunikation über die Zeigerstellung. Um die Tages-Zeit (die ja auch etwas ganz anderes ist als Zeit (oder Sinnzeit) abzulesen, genügen die Zeiger und die Achsenmarkierung (wo ist Mittag bei der Uhr).

    Nachdem die analoge Uhr digital gelesen wird, kann man sagen es ist 5 Uhr. Die 5 muss aber per digit vereinbart sein. Und wenn man die 5 vereinbart hat, kann man die Uhr so bauen, dass anstelle der Zeiger die 5 erscheint (eben die sogenannte digitale Uhr). (Nur nebenbei: ob sich dr Zeiger der analogen Uhr kontinuierlich oder in diskreten Sprüngen bewegt, ist eine Frage der Auflösung (quantenmechanisch ist kontinuierlich unwahrscheinlich).



    > Wenn man aber stark digitalisiert, so benötigt man nicht nur Daten und deren Schlüssel, sondern > auch einen Schlüssel zum zugehörigen Framework: Informationen müssen dann immer auch > Informationen über sich und ihre Zusammenhänge enthalten (z.B. »avi« oder »Datenpaket 5«).

    Man kann nicht verschieden stark digitalisieren (eine Frau ist schwanger oder sie ist es nicht, sagt Maturana). Symbole sind digital, sage ich. Man kann aber die Symbolträger so konstruieren, dass Analogien erkennbar sind. (Meine Wette war, das ich einen Hund SO zeichnen kann, dass jeder einen Hund erkennt (obwohl jedes Symbol digital ist, also Vereinbarungsvoraussetungen macht) Hochkarätig finde ich Ihre Erwägungen zu Raum und Zeit und deren Anschaulichkeiten. In diese Richtung würde mein Denken gerne gehen - wenn die seichten Ebenen geklärt werden könnten. Bislang sind Sie unter ganz wenigen, die meine Redeweise nicht (etwas) trollig finden.

    Und ab hier könnten wir unsin der Tat überlegen, was "Digitalität" (ein unWort) heissen könnte, wenn wir über Medien sprechen. Nur, das gängige Medienzeugs passt schlecht, will heissen, hat andere Digitalitäten, vielleicht weil es nie auf die Bahnhofuhr geschweige denn auf die Sonnenuhr schaut.

    PS: ich denke nicht an anloge/digitale Uhren, ich denke an eine Systemtheorie der Technik, die ihre Begriffe auch auf die Technik bezieht. Mir scheint, dass Uebergänge wie der von der analogen zur digitalen Uhr reflektiert werden müssen, wenn man Technik verstehen will. Ich finde, die Erläuterungen von Herrn Wasser zur Notwendigkeit von Digitalität treffen viel, sie sind aber arg beschädigt, weil sie die Herkunft der Begrifflichkeit nicht adäquat reflektieren.

    Und zuletzt zu Ihren Programm: > Schafft sich nicht eben doch eine zwar nicht > notwendig kontinuierliche, aber doch eben anschauliche Darstellung > ihre Analogie sozusagen selbst: wäre also insofern Träger einer > räumlichen, verräumlichenden Vorstellung (hier: von Zeit)?

    Das könnte man AUCH (oszilierend) genau umgekehrt sehen: Vielleicht haben wir keine Vorstellung von Zeit, weil es gar keine Zeit gibt. Aber wir haben sehr stabile Bilder davon, wie sich die Himmelskörper relativ zu einander bewegen (es sind ganz schlichte Mechanismen). Die Zeit könnte dann als als Medium fungieren, worin sich die Himmels- und auch unsere Körper bewegen. Das heisst man könnte Zeit nicht beobachten. Und auch nicht veranschaulichen. In der kybernetischen Systemtheorie ist Zeit das einzige, was nicht variiert wird (alle Variablen) laufen in der Zeit.


    Das finde ich ganz wunderbar. Wie bei der Uhr auch bei den Noten zu fragen, was da allenfalls analog abgebildet wird: Tastaturen oder Töne.

    "analog" wird so zum Werkzeug des Schauens: Im Prinzip ist jede Darstellung digital, und indem ich Darstellungen als analog betrachte, stelle ich mir eine Aufgabe: nämlich die Analogie zu beschreiben - ud das kann allemal lustig sein, oder kannten Sie vorher die nun von Ihnen konstruierte Beziehung Noten-Tastatur?

    Für mich haben Sie etwas ganz offensichtliches sichtbar gemacht


    Ich glaube, damit bringen Sie die Verschiedenheit unserer Einstieg auf den Punkt. Und für mich bringen Sie damit eine für mich zentrale Frage - zur auf den Superpunkt: Die Fremdreferenz. Wenn man Beobachter beobachtet, die über Freiheit oder Erziehung (ge)reden, kann man in der Tat nur die Aesserungen dieser Beobachter beobachten, weil man hergeredeteten Dinge nur in der Beobachtung der Beobachtung erkennen kann. Wenn aber jemand über Uhren (oder Zifferblätter, Zeiger und Himmelskörper) spricht, kann ich seine Rede auf eine Uhr beziehen, die ich als eigenständige (verobjektivierte) Beobachtung erkennen kann. (Der Konstrukteur der Uhr ermöglicht eine Kommunikation darüber, was wie dargestellt wird. Wenn ich eine Uhr anschaue, kann ich mich fragen, wofür sie steht. Steht sie für Zeit? Kaum, oder. Eher ist sie ein Ding, das Raum einnimmt))


    Wenn ich also schaue, was die Leute mit der Uhr tun, dann sehe ich ich Abhängigkeit davon, was ich als Uhr sehe, die Leute ganz verschiedene Dinge tun. Die Fremdreferenz erweist sich als nichterkannte Selbstreferenz. Dabei spielt es keine Rolle, WIE ich mein Uhr-Bild aufgebaut habe, sondern nur, dass ich eine Vorstellung von Uhr habe, die steuert, was ich bei anderen Uhren-Beobachter wahrnehmen kann. ---


    So, wie Sie über DAW schreiben, muss ich annehmen, dass Sie einen spezifischen Computer referenzieren, dessen Rechnen wir als Organisation von Musiklauten begreifen.

    Die Funktionsweise eines Computers ist durch seine Programme vollständig beschrieben, dh tautologisch genau: das was nicht in den Programmen steht gehört nicht zur Funktionweise.

    Die Signale, die den Lautsprecher bewegen, kann man auch verwenden, um einen Drucker zu steuern - und wenn man entsprechend codiert, liefert der Drucker ein konventionelles Notenbild, das man als analog/digitale Darstellung begreifen kann. Genau dann kann man sich fragen: Was wird wie dargestellt: Zuwas sind die Noten auf den Strichen analog? Vielleicht zu einer Snschlagsequenz auf dem Keyboard? Das sind Analogiefragen, die immer uterstellen, dass die Codierung digital vereinbart sein muss.

    Ich plädier(t)e für eine^n Analogie-Digital-Begriff, der als Werkzeug Fragen generiert. Mein Beispiel war die Uhr und die vermeintliche Abbildung der Zeit und das Beispiel, dass Sie diskutieren ist eben ein D(!!)AW, also eine anderer Mechanismus, bei welchem man sich Analogien und Digitalitäten überlegen kann - wenn man die Begriffe entsprechend verwendet. ---

    Es geht mir beim Ausdruck "lesbar machen" um die Programmierung. Eine programmierbare Maschine lässt sich immer als Netzwerk begreifen (das ist technologisch sogar die privilegierte Sicht). Das Internet ist - technologisch gesehen - eine programmierte Maschine. Ganz einfach: Zeig mir das Programm und ich sage Dir, was die Maschine tut.

    Wenn man bestimte Maschinen Medien nennt ("Das Internet ist ein Medium"), will man wohl bestimmte (wohl funktionale) Aspekte hervorheben/zuschreiben. Man mag dann - wie Sie es tun, wenn ich Sie richtig verstehe - sagen, die Technik und die Funktionsweise der Maschine interessiert mich nicht, mich interessiert, was man mit dieser (ja vorhandenen und funktionierenden) Technik "tut", zb Luhmann-Listen oder Musik-Komponier-Maschinen, also welche Felder beackert werden.

    Ich glaube, da liegt ein grundsätzliches Miss-Zwischen-uns-verständnis. Mich interessieren nicht Maschinen, mit denen man etwas tut und was man mit diesen Maschinen tut. Mich interessiert die Technik als Instanz der Technologie. Das einzige Feld, das in der Technik beackert wird ist die Technik (Mit Technik kann man nur technische Probeme lösen): mir es geht um die Entwicklung der Technik, nicht darum, was man mit den Intanziierung alles so tun kann.

    Unter diesem Gesichtspunk habe ich die Informatik als Funktionssystem vorgeschlagen, was ganz sicher unsinnig wäre, wenn die Informatik irgendwelche nichttechnischen Belange behandeln würde. Was die Technik meines Erachtens hervorragend leistet, ist die Explikation konstruktivistischen Denkens: die Technik zeigt was denkbar ist und was bis dahin Natur bleibt.

    > Von Technologien kann man relativ elegant seine Beobachtung auf Medien umschwenken. > Drastisch anformuliert: man wechselt von einer Zweckorientierung (Mittel/Zweck) auf eine > Betrachtung der Medien (Notwenigkeit/Kontingenz).

    Ich weiss nicht recht, was Sie als Umschwenken bezeichnen. Mir scheint, dass Sie gerade nicht die Technologie (die Lehre) meinen, sondern dass Sie vorschlagen, bestimmte "Objektivitäten" (etwa das Internet) nicht als technische, sondern als mediale zu betrachten. Ihre Unteerscheidung Notwendigeit/Kontingenz macht nirgendwo mehr Sinn als in der Technik. ---


    PS: Erfrischend ist für mich, wie Sie Technik als Absetzung für die höhere Medienebene einsetzen. Das kann man in der Informatikliteratur, seit es sie gibt, durchgehen erkennen: Informatiker arbeiten viel viel viel lieber mit Medien als mit Maschinen (Kennen Sie den Film: Denn sie wissen nicht, was sie tun? ;-)))

    Wenn ich die Technik als Funktionssystem beobachte, befasst sich die Technik mit ihren eigenen Konstruktionen: Sie schaut beispielsweise ein Handy oder einen Abgasfilter an und versucht zu verstehen, was daran besser gemacht werden könnte (nachgelagerte Beobachtung). Das sind TECHNISCHE Probleme, das Abgas, das die Leute nicht wollen und das Video, das die Leute auf dem Handy wollen, sind keine technischen Probleme, das sind vieleicht psychologische, politische oder marktwirtschaftliche Probleme, falls es überhaupt Probleme sind.

    Das in unserem Dialog exemplarische Problem "ist" das Internet - das Sie sehr treffend als Erklärung für das Hirn (wenn auch ablehnend (?)) erwägen. Die Funktion der Technik besteht nicht in der Produktion von irgendwelchen Gerätchen wie Handys oder IBM AT XP Blades, sondern in der Konstruktion von spezifischen Erklärungen: Was funktioniert wie? Wie funktioniert das Internet? Und technische Erklärungen sind eben konstruktiv: die Technik hat ein Phänomen genau dann verstanden, wenn sie es mittels Mechanismen generieren kann, was bei Internet der Fall ist, oder?

    Wir beobachten auch ohne Nachrichtentechniker zu sein, dass das Internet noch nicht hinreichend verstanden ist, ohnehin nicht, weil wir noch gar nicht wissen, was aus dem Internet noch wird. Und Sie können schon durch Selbstbeobachtung erkennen, dass die Technik Ihnen Erklärungen liefert, mit welchen Sie das Hirn zu verstehen suchen - gewagt, aber gängig und meines Erachtens ganz im eigentlichen Sinn der Technik (der Technik, jedenfalls, die ich meine, die letzt Woch erklärt hat, was Schach auf höchstem Niveau ist).

    Technisch ist sehr genau DEFINIERT, wie Geräte konstruiert sein müssen, damit sie im Internet funktionieren. Es gibt Kontingente und jede Konstruktion ist eine Selektion. PC und MAC sind verschiedne Möglichkeiten, aber nicht beliebige. (Und das war schon mein Argument an Herrn Lippe:) Die Technik hat eine Körnigkeit, im Prinzip verstehen wir den Zustand der Maschine: sprich jedes Bit in seiner Stellung. Aber das ist aufgehoben über statistische Verfahren (der Elektrotechnik) und über Programmiersprachen (der Informatik). Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand am Zustand des Internets auf der Ebene der Bits interessiert ist. Rolf.Todesco 18:42, 7. Dez 2006 (CET)

    Evaluation (anhand einer Kriterienliste)

    Erste Untersuchungen anhand einer Kriterienliste von Peter Fuchs (Fuchskatalog)


    1) Funktion:

    Robuste Erklärungen


    2) Code:

    konstruierbar / nicht konstruierbar


    3) Programme im systemtheoretischen Sinn:

    Immer kompliziertere Maschine als Erklärung immer komplexerer Probleme


    4) Operation:

    Produktion von Maschinen


    5) Symbiotischer Mechanismus/Somatogene Symbole:


    6) SGK:


    7) Kontingenzformel:

    8) Nullmethodologie:


    9) Organisatorische Sicherheit:

    10) Selbstbefriedigungsverbot:




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