MMK 2019 AG2 Bericht: Unterschied zwischen den Versionen

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Zuerst: die MMK-Erfahrung schlechthin. Wenn ich mich mit ein paar Menschen zu einem Dialog zusammensetze, erkenne ich wie verschieden wir sprechen. Ich will dafür keine Erklärungen suchen sondern beobachten, wie wir damit umgehen. Unser Thema schien mir - wie meistens  - recht zufällig und bereits die Moderationspapiere zeigten sehr verschiedenen Perspektiven, die durch die Positionspapiere nochmals sehr erweitert wurden. Von einem gemeinsamen Thema konnten wir also nicht ausgehen, obwohl die AG einen Titel hatte. Das erlebe ich an jeder MMK genau so.
 
Zuerst: die MMK-Erfahrung schlechthin. Wenn ich mich mit ein paar Menschen zu einem Dialog zusammensetze, erkenne ich wie verschieden wir sprechen. Ich will dafür keine Erklärungen suchen sondern beobachten, wie wir damit umgehen. Unser Thema schien mir - wie meistens  - recht zufällig und bereits die Moderationspapiere zeigten sehr verschiedenen Perspektiven, die durch die Positionspapiere nochmals sehr erweitert wurden. Von einem gemeinsamen Thema konnten wir also nicht ausgehen, obwohl die AG einen Titel hatte. Das erlebe ich an jeder MMK genau so.
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Dann: Eine gemeinsame begriffliche Bestimmung zur Kybernetik war uns nicht möglichgesprochenalle Versuche scheiterten an Verhaftungen in vermeintlichen Anwendungen. Wir haben ziemlich lange über die thermostatengeregelte Heizung gesprochen, aber daraus folgte jeweils nichts für Gegenstände, die uns mehr interesierten: Lernmaschine, Scrub-Verfahren, Softwareorganisation, Theorie des Erklärens.
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Schliesslich: Was wir mit Pädagogik bezeichnen, haben wir stillschweigend vorausgesetzt,und einfach über Schulkinder und Schule gesprochen, wobei uns bewusst war, wie wenig wir darüber wissen. Ein vorläufiges Resultat sehe ich darin, dass wir - wenigstens vordergründig gemeinsam - meinen, dass das Modellieren als Kulturtätigkeit in der Schule nicht nur nicht gepflegt, sondern sogar verdrängt wird.
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Daran erkenne ich, dass wir mit Kybernetik eine Art des Modellieren "gemeint" haben.

Version vom 20. November 2019, 12:06 Uhr

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Berichte und Ergebnisse der AG2

Pressemitteilung zuhanden das IATs

Erfahrungsberichte der Teilnehmenden

Rolf Todesco

Zuerst: die MMK-Erfahrung schlechthin. Wenn ich mich mit ein paar Menschen zu einem Dialog zusammensetze, erkenne ich wie verschieden wir sprechen. Ich will dafür keine Erklärungen suchen sondern beobachten, wie wir damit umgehen. Unser Thema schien mir - wie meistens - recht zufällig und bereits die Moderationspapiere zeigten sehr verschiedenen Perspektiven, die durch die Positionspapiere nochmals sehr erweitert wurden. Von einem gemeinsamen Thema konnten wir also nicht ausgehen, obwohl die AG einen Titel hatte. Das erlebe ich an jeder MMK genau so.

Dann: Eine gemeinsame begriffliche Bestimmung zur Kybernetik war uns nicht möglichgesprochenalle Versuche scheiterten an Verhaftungen in vermeintlichen Anwendungen. Wir haben ziemlich lange über die thermostatengeregelte Heizung gesprochen, aber daraus folgte jeweils nichts für Gegenstände, die uns mehr interesierten: Lernmaschine, Scrub-Verfahren, Softwareorganisation, Theorie des Erklärens.

Schliesslich: Was wir mit Pädagogik bezeichnen, haben wir stillschweigend vorausgesetzt,und einfach über Schulkinder und Schule gesprochen, wobei uns bewusst war, wie wenig wir darüber wissen. Ein vorläufiges Resultat sehe ich darin, dass wir - wenigstens vordergründig gemeinsam - meinen, dass das Modellieren als Kulturtätigkeit in der Schule nicht nur nicht gepflegt, sondern sogar verdrängt wird.

Daran erkenne ich, dass wir mit Kybernetik eine Art des Modellieren "gemeint" haben.