AG3 MMK 2018: Unterschied zwischen den Versionen

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<h1><big> A3 - Interaktive Parallelwelten</big></h1>
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= A3 - Parallelwelten =
  
<h4>Moderation:  Gunter Dubrau, René Hoffmann</h4>
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== Moderation:  Gunter Dubrau, René Hoffmann ==
  
 
'''Moderationspapier'''
 
'''Moderationspapier'''
  
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Gesellschaftliche Strukturen verändern sich durch soziale Netzwerke
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* Blasenbildung nicht nur politisch, sondern auch an Konsumpraktiken und -selektion
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* auch Webseiten, Apps und andere Anwendungen werden so propagiert (Influencer)
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* Eigenbild und Fremdbild sowie Anspruch und Wirklichkeit entfernen sich von einander
  
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Die Benutzer und ihre Einstellung zum Einsatz von Software unterliegt einem massiven Wandel. Die betriebliche Software muss komplexe Prozesse exakt bewältigen, bei der Consumer-Software bewegen diese sich auf einem sehr niedrigen Komplexitätslevel, was selbst bei schlechter Aufgabenangemessenheit einen erfolgreichen Abschluss ermöglicht.
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Die Übertragung von Consumer-Lösungskonzepten in die betriebliche Software ist eigentlich nur durch Reduktion der betrieblichen Anforderungen vereinbar. In der Praxis tritt dieser Zielkonflikt nur selten auf, weil durch den gesellschaftlichen Wandel der typische Benutzer sich geändert hat.
  
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Verlorengegangen Benutzeransprüche und Fähigkeiten sind
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* Leistung
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* Lernfähigkeit
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* Fokussierungsfähigkeit
  
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An der "Selbstbestimmtheit" soll dies exemplarisch erläutert werden: Die Benutzer ergeben sich den angebotenen Funktionalitäten und lassen sich dadurch steuern, d. h. unterschiedliche Programmmodusse bestimmen teilweise automatisch z. B. durch Häufigkeitsauszählungen, welche Funktionalität überhaupt angeboten wird. Diese Unmündigkeit wird sich durch die derzeit en vogue KI-Techniken noch massiv verstärken.
  
'''Positionspapiere der Teilnehmenden'''
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Daraus folgen für Benutzer
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* Desorientierung
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* Intransparenz
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* Verdummung (Verlust der kognitiven Struktur)
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* Mangel an mentalen Modellen
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* Pseudozufriedenheit
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* Scheinkompetenz
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* rezeptives Handeln
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Gelten diese -neuen- Rahmenbedingungen?
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Was ist Erwartungskonformität unter diesen Rahmenbedingungen?
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Haben sie einen Einfluss auf die Usability-Kriterien?
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Haben nur die ergonomischen Kriterien bestand?
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Wie lässt sich diesem Trend gegensteuern (im Großen und im eigenen Projekt)?
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== Positionspapiere der Teilnehmenden ==

Version vom 25. September 2018, 20:34 Uhr

[MMK Home - Die Tagung - Programmablauf - Arbeitsgruppen - Anmeldungen - Rahmenprogramm - Schlussbericht - Ausblick


A3 - Parallelwelten

Moderation: Gunter Dubrau, René Hoffmann

Moderationspapier

Gesellschaftliche Strukturen verändern sich durch soziale Netzwerke

  • Blasenbildung nicht nur politisch, sondern auch an Konsumpraktiken und -selektion
  • auch Webseiten, Apps und andere Anwendungen werden so propagiert (Influencer)
  • Eigenbild und Fremdbild sowie Anspruch und Wirklichkeit entfernen sich von einander

Die Benutzer und ihre Einstellung zum Einsatz von Software unterliegt einem massiven Wandel. Die betriebliche Software muss komplexe Prozesse exakt bewältigen, bei der Consumer-Software bewegen diese sich auf einem sehr niedrigen Komplexitätslevel, was selbst bei schlechter Aufgabenangemessenheit einen erfolgreichen Abschluss ermöglicht. Die Übertragung von Consumer-Lösungskonzepten in die betriebliche Software ist eigentlich nur durch Reduktion der betrieblichen Anforderungen vereinbar. In der Praxis tritt dieser Zielkonflikt nur selten auf, weil durch den gesellschaftlichen Wandel der typische Benutzer sich geändert hat.

Verlorengegangen Benutzeransprüche und Fähigkeiten sind

  • Leistung
  • Qualität
  • Kritikfähigkeit
  • GUI-Konsistenz
  • Selbstbestimmtheit
  • Lernfähigkeit
  • Fokussierungsfähigkeit

An der "Selbstbestimmtheit" soll dies exemplarisch erläutert werden: Die Benutzer ergeben sich den angebotenen Funktionalitäten und lassen sich dadurch steuern, d. h. unterschiedliche Programmmodusse bestimmen teilweise automatisch z. B. durch Häufigkeitsauszählungen, welche Funktionalität überhaupt angeboten wird. Diese Unmündigkeit wird sich durch die derzeit en vogue KI-Techniken noch massiv verstärken.

Daraus folgen für Benutzer

  • Desorientierung
  • Intransparenz
  • Verdummung (Verlust der kognitiven Struktur)
  • Mangel an mentalen Modellen
  • Pseudozufriedenheit
  • Scheinkompetenz
  • rezeptives Handeln

Gelten diese -neuen- Rahmenbedingungen? Was ist Erwartungskonformität unter diesen Rahmenbedingungen? Haben sie einen Einfluss auf die Usability-Kriterien? Haben nur die ergonomischen Kriterien bestand? Wie lässt sich diesem Trend gegensteuern (im Großen und im eigenen Projekt)?


Positionspapiere der Teilnehmenden