AG2 MMK 2016

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AG2 - Multiagentensysteme –

nützliche Helfer oder gefährliche Störenfriede für Industrie 4.0?

Moderation: Moderation: Peter Brödner, Hartmut Barthelmeß

Positionspapiere zur AG 2

MAS tauchen neuerdings vielerorts auf, als Handelsagenten an der Börse, als autonome Fahrzeuge im Verkehr oder als »intelligente« Kernkompo-nenten der Wertschöpfung im Rahmen von Industrie 4.0. Allenthalben werden sie als Speerspitze zivilisatorischen Fortschritts gepriesen. Doch werfen sie mehr Fragen auf als wirkliche Probleme zu lösen.

In MAS zusammenwirkende Agenten verfügen jeweils über Sensoren und Aktoren zur Aufnahme von Daten aus ihrer Umgebung und zum Austausch mit anderen Agenten, die sie intern mittels maschineller Lernalgorithmen verarbeiten. Mit ihnen kommt ein grundsätzlich neuer Maschinentyp in die Welt: Im Unterschied zu herkömmlichen Maschinen mit analytisch bestimmbar determiniertem und daher durchschaubarem Verhalten lassen sich MAS formal als nicht-triviale Maschinen beschreiben, deren Verhalten trotz kausaler Determiniertheit von der Vorgeschichte abhängig, daher i.a. nicht mehr analytisch bestimmbar und nicht vorhersagbar ist (vgl. Abb.).

Industrie-4-0.png


Derart undurchschaubares Verhalten wirft gleich mehrere schwerwiegende Fragen auf:

  • Wie sollen Menschen sich solche Systeme aneignen, wie mit ihnen zweckmäßig und zielgerichtet interagieren, wenn diese sich in vergleichbaren Situationen jeweils anders und unerwartet verhalten?
  • Menschliche Handlungskompetenz schwindet dahin, je weniger sie im automatisierten Normalbetrieb der Systeme gebraucht wird; wie sollen dann aber im Störungs- oder Versagensfall hilflose, weil entwöhnte »Bediener« sinnvoll eingreifen?
  • Dürfen derart undurchschaubare Systeme überhaupt von der Leine gelassen werden? Wer ist für allfälliges Fehlverhalten und mögliche Schäden verantwortlich und haftbar zu machen (Entwickler, Betreiber oder gar Benutzer)? Wer haftet bei Schäden als Folge unglücklicher Verkettung äußerer Umstände, wenn das System als solches funktioniert, wie es soll?


Antworten auf diese und ähnliche Fragen zu suchen, soll Gegenstand einer Arbeitsgruppe auf der MMK 2016 sein.


Alle TeilnehmerInnen an Arbeitsgruppen sollen im Vorfeld der MMK ein Positionspapier zum gewählten Arbeitsgruppenthema verfassen und

  • an die Veranstalterin schicken (mmktagung@outlook.de)

oder

  • ins Wiki der MMK (AG2) uploaden (Login nach Registrierung).

Positionspapiere

hier gibts ein Positionspapier von Frieder Nake