AG3 MMK 2012

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Vermessung des Verhaltens

Moderation: Rainer Groh, Hauke Menges

Je mehr der Rechner von intelligenter Sensorik umgeben ist (Eye-Tracker, Wii, Kinect) bzw. je mehr er selbst zum Sensor (Lagesensor im iPhone, Touchsensible Displays, Gesichtserkennung) wird, um so besser gelingt die »Einrechnung« des Nutzers in die Interaktionsmodelle. Der Nutzer steht nicht außerhalb des Systems sondern er ist dessen Teil. Das Interface, verstanden als eine auf den Gesichtssinn hin orientierte Schnittstelle, muss neu definiert werden.

Es entsteht ein eher symmetrisches Verhältnis zwischen den Prozessen des technischen Systems und den Verhaltensweisen der Nutzer. Einen Schwerpunkt der aktuellen Interaktionsforschung stellt z. B. die Gestenformalisierung dar. Gesucht wird eine Gestensprache. Letztlich münden die Untersuchungen doch nur in einem Zeichensystem, vermittels dessen der Nutzer dem System Anweisungen gibt.

Symmetrie heißt aber: auch das technische System kennt das Verhalten bzw. die Verhaltensmuster »seines« Nutzers und agiert in dieser »Voraussicht«. Zu suchen sind also Szenarien der Symmetrie. Und diese Suche erstreckt sich nicht nur auf das räumlich-strukturelle Verhältnis sondern auch auf die Zeitlichkeit.

Die Basis der genannten Symmetrie ist ein Modell, das wiederum auf Daten beruht. An dieser Stelle kommt der Begriff der Vermessung ins Spiel: Erst eine Parametrisierung (letztlich Digitalisierung) stellt die Verbindung von technischem System und Nutzer her. Auch wenn dieses »Entgegenkommen« des Nutzers in der Zukunft weniger nötig sein wird (in dem Maße, in dem die Technik menschlicher wird), so muss in heutigen Szenarien eine Vermessung stattfinden.

Fragen:
Vermessung richtet sich auf physische (kinetische) eindeutig erfassbare Sachverhalte. Wie kann auf Verhalten im eigentlichen Sinne geschlossen werden?

Die Nutzung technischer Mittel bedingt immer eine Reduktion, Transformation und Filterung der Verhaltens-Daten. Gibt es Strategien der Kompensation?

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