AG4: Psychische Belastungen im Umgang mit IT: Unterschied zwischen den Versionen

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Weitere Hintergrundinformation findest du hier:[http://www.mmk09.de/images/0/08/PsychBelastgenIT.pdf]
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Weitere Hintergrundinformation findest du hier: [http://www.mmk09.de/images/9/96/PsychBelastgenIT.pdf]
 
 
 
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Version vom 3. November 2009, 10:18 Uhr

Burn Out - Ursachen und Folgen
Arbeitsbedingte psychische Belastungen und Erkrankungen nehmen epidemisch zu, vor allem bei qualifizierter Kopfarbeit, die lange als privilegiert angesehen wurde. Darunter fällt insbesondere auch die Arbeit in multifunktionalen IT-Entwicklungs- und -Beratungsteams, die eingehend auf ihre Belastungen untersucht wurden. Die Hauptursache für diesen Befund ist in der entgrenzten Natur und damit in den unausweichlichen Unsicherheiten und Überraschungen von Kopfarbeit zu suchen. Das macht eine angemessene Planung und Ressourcenbereitstellung im vorhinein unmöglich und führt meist zu ständiger Überforderung der Kopfarbeiter (oft noch verstärkt durch eigene Motivation). Aus Untersuchungen in IT-Entwicklungs- und -Beratungsprojekten auf der Basis des Konzepts der widersprüchlichen Arbeitsanforderungen – das im Arbeitsprozess Widersprüche und Ungleichgewichte zwischen gestellten Anforderungen, tatsächlich verfügbaren Ressourcen und eingespielten Routinen in den Blick nimmt – können Hinweise zur praktischen Verbesserung von Projektmanagement einerseits und individueller Bewältigungskompetenz andererseits gewonnen werden.
Gestützt auf derartige Erkenntnisse, aber auch eigene Erlebnisse und Erfahrungen, soll in der Arbeitsgruppe den Fragen nachgegangen werden, was genau in der eigentlich doch positiv als herausfordernd empfundenen Arbeit die großen gesundheitlichen Risiken hervorruft und was sich dagegen tun lässt.

Vertieft wird dies im Moderatorenpapier

Anregungen zum Vorgehen in der Arbeitsgruppe:
• Zu Beginn der Arbeit in der Gruppe mag es hilfreich sein, zunächst einmal eigene Erlebnisse und Erfahrungen mit hoch belasteter Kopfarbeit (in und außerhalb von Projekten) zu sammeln und nach Gemeinsamkeiten, Unterschieden oder Widersprüchen zu suchen.
• Ein besonderes Merkmal qualifizierter Kopfarbeit scheint ja zu sein, dass sie selbst oft (trotz aller Belastung) positiv als Herausforderung erlebt wird. So mag das Selbstverständnis selber noch die gesundheitlichen Risiken der Kopfarbeit zu verschärfen. Warum macht die so geliebte Arbeit krank?
• Zum Ende hin wäre sicherlich wünschenswert zusammenzutragen, was gegen die gesundheitlichen Risiken qualifizierter Kopfarbeit praktisch wirksam getan werden kann. Dabei wären die möglichen verschiedenen Handlungsebenen – individuelle Bewältigungskompetenz, soziale Beziehungen, Projektorganisation und -management – zu betrachten. PsychBelastgenIT.pdf

Weitere Hintergrundinformation findest du hier: [1]