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Konstruktives Wissens-Management |
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(Inter)-Netz und Hyper-Media als Organisationsform von Wissen"Vernetztes Wissen" hat durch die Internet-Technologie neue Konkretisierungen erhalten. Während früher vor allem die Vernetzung von Wissensgebieten (Interdisziplinarität) und systemisches Denken (Ganzheitlichkeitsansprüche) im Vordergrund des "vernetzten Wissens und Denkens" standen, akzentuiert die Internet-Technologie nun vermehrt Organisation und Management von Wissen. "Vernetzung" bezieht sich dabei nicht auf die Wissensinhalte, sondern auf die Organisationsformen, in welcher Wissen erzeugt und verwaltet wird. Am Anfang jeder Wissenskultur steht die Enzyklopädie. Speusippos (um 408 v. Chr) bei den Griechen, Diderots und d'Alemberts "Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers" (35 Bde., 1751-80) für die aufgeklärten Wissenschaften, ...
Internet als "funktionale" EnzyklopädieDie Textteile auf Netzwerken wie Internet lassen sich als Elemente einer virtuellen Enzyklopädie auffassen, weil sie durch Suchfunktionen (Indexe, Suchmaschinen) zugänglich und durch gegenseitige Verweise miteinander verbunden sind. Als Enzyklopädie ist das Internet in dem Sinne ein funktionales System (N. Luhmann), als es seine Lexikonfunktion quasi selbst geschaffen hat. Das Internet-Lexikon hat keinen allwissenden, zentralistischen Herausgeber, der wie Diderot entscheiden müsste, was ins Lexikon gehört und was nicht, das Internet-Lexikon organisiert sich selbst, es ist eine autopoietische Enzyklopädie. |
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Fragen und Kommentare zum Inhalt richten Sie bitte an Rolf Todesco - todesco@wb.unizh.ch
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