Benjamin Lee Whorf        zurück ]      [ Index ]      [ Literatur-Index ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]     
 

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Die Irrmeinung von der Beziehungslosigkeit zwischen Sprache und Denken

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B. Whorf im Netz

Von B. Whorf stammt die Sapir-Whorf-These, die er selbst noch "linguistisches Relativitätsprinzip" nannte.

B. Whorf (1897-1941). 1914 bis 1918 studierte er Chemie am Massachusetts Institute of Technology. Danach arbeitete er hauptberuflich als Brandverhütungsingenieur für eine Versicherung. In seinen späteren Jahren wurden ihm verschiedentlich Forschungsaufgaben auf dem Gebiet der Linguistik und Kulturanthropologie angeboten, die er jedoch ausschlug. 1930 reiste er schließlich nach Mexiko. Dort fand er dank seiner intimen Kenntnis der Schriftkunst der Azteken und Maya eine Inschrift, in deren Folge die erste Reihe von Aufsätzen über Maya-Hieroglyphen entstand. 1928 kam er erstmals mit seinem Lehrer, Edward Sapir, in persönlichen Kontakt. Als E. Sapir 1931 Professor für Anthropologie in Yale wurde, studierte B. Whorf dort indianische Linguistik. 1937 bis 1938 war B. Whorf als Dozent für Anthropologie an dieser Universität tätig. Hinsichtlich der Linguistik im engeren Sinne wurde er durch seine Forschungen auf dem Gebiet der uto-aztekischen Sprachen und vor allem des Hopi bekannt. Seine Bedeutung liegt jedoch auf den Gebieten der Metalinguistik und Sprachphilosophie.

Zitate

"Es ist eine zweite, durchaus sekundäre Frage, ob und wie weit Sprachen dann in der Lage sind, Zeitverhältnisse sprachlich zum Ausdruck zu bringen. Das ist, wenn auch mit erheblichen Unterschieden im einzelnen, als normal zu vermuten; denn wenn Kommunikation läuft und ein Formulierbedarf besteht, wird die Sprache schon eine Möglichkeit finden, dem nachzukommen. Jedenfalls findet die gegenteilige Hypothese (Whorf, Sapir) heute kaum noch Anhänger." (Luhmann, Soziologische Aufklärung 5, Gleichzeitigkeit und Synchronisation, S.124, Anm. 55)