Frederic Vester        zurück ]      [ Index ]      [ Literatur-Index ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]     

Literatur

  • Denken, Lernen, Vergessen
  • Die Kunst, vernetzt zu denken
  • Ecopolicy
  • Ein Baum ist mehr als ein Baum
  • Neuland des Denkens
  • Unsere Welt - ein vernetztes System
  • Phänomen Streß
  • Zur Person

          

    Frederic Vester ist ein wichtiger Repräsentant der System Dynamics

    Frederic Vester geboren 1925 Biochemiker und Fachmann für Umweltfragen, ist Gründer und Leiter der Studiengruppe für Biologie und Umwelt in München. Er lehrt derzeit als ständiger Gastprofessor für Betriebswirtschaft an der Hochschule St. Gallen. Vester ist Bestsellerautor von Sachbüchern wie u. a. »Krebs fehlgesteuertes Leben« (mit G. Henschel), »Denken, Lernen, Vergessen«, »Phänomen Streß«, »Unsere Welt - ein vernetztes System«, zuletzt »Ausfahrt Zukunft«. Auszeichnungen u. a. Adolf-Grimme-Preis 1974, Umweltschutzmedaille 1975, Ehrendoktorwürde der Wirtschaftshochschule St. Gallen 1989

    Konzepte

  • Zitate

    Das Jiu-Jitsu-Prinzip: Hier geht es um die Nutzung vorhandener, auch störender Kräfte nach dem Prinzip der asiatischen Selbstverteidigung, statt ihrer Bekämpfung nach der Boxermethode mit teurer eigener Kraft. Leitmotiv vernetztes Denken auf Seite 20


    Prof. Dr. Dr. h.c. Frederic Vester 1925 - 2003 Der Begründer der Biokybernetik gilt als der Vater des Begriffes des "vernetzten Denkens". Seine herausragendste Pionierarbeit leistete er in der Konzipierung von darauf basierenden Methoden und Tools. Sein "Sensitivitätsmodell Prof. Vester" mit eigener Software, den System-Tools - mehrfach nachgeahmt, aber nie erreicht - sind heute die fortschrittlichsten und leistungsfähigsten, zugleich aber auch anwenderfreundlichsten Methoden für den Umgang mit komplexen, vernetzten Systemen. Zwischen Vesters sbu GmbH und dem Management Zentrum St. Gallen bestehen deshalb schon lange enge Beziehungen. Der Austausch und die Zusammenarbeit wurden im Sommer 2002 mit einer noch engeren Kooperation intensiviert. Prof. Dr. Dr. h.c. Frederic Vester promovierte an der Universität Hamburg und war von 1953 bis 1970 mit Forschungsarbeiten an der Yale University, der Universität des Saarlandes und am Max-Planck-Institut für Eiweiss- und Lederforschung tätig. Er habilitierte sich 1969 an der Universität Konstanz, hat zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten Molekularbiologie, Krebsforschung, Biophysik und Forschungsplanung veröffentlicht und ist Inhaber mehrere Patente über tumorhemmende Pflanzenproteine. 1970 schied Frederic Vester aus der etablierten Forschung aus und gründete die privatwirtschaftlich organisierte Studiengruppe für Biologie und Umwelt Frederic Vester GmbH (sbu) in München, die er als alleiniger geschäftsführender Gesellschafter leitete. Kunden der sbu sind ebenso zahlreiche Unternehmen, wie auch Regierungen und internationale Organisationen, die sich mit Hilfe seines Sensitivitätsmodells zur Entwicklung von Unternehmensstrategien, der Evaluation von Handlungsoptionen, von interdisziplinären Lösungen komplexer Probleme und zur Mediation in Konfliktsituationen beraten bzw. schulen lassen. Durch die Kooperation zwischen sbu GmbH und dem Malik Management Zentrum St.Gallen erhielt die Beratungskompetenz beider Seiten eine weitere Steigerung. Für die Entwicklung und Anwendung des kybernetischen Planungsinstrumentariums Sensitivitätsmodell Prof. Vester erhielt Frederic Vester unter vielen anderen Auszeichnungen 1984 den Philip Morris Forschungspreis. Viele seiner Bücher wurden Bestseller und erreichten hohe Auflagen. 1989 verlieh ihm die Hochschule St.Gallen die Ehrendoktorwürde in Wirtschaftswissenschaften. Unter anderem war er Präsident ds Bayerischen Volkshochschulverbandes, Gründungspräsident der Deutschen Energiegesellschaft, Ordinarius für Interdependenz von technischem und sozialem Wandel an der Universität der Bundeswehr München, Gastprofessor für Betriebswirtschaft an der Hochschule St.Gallen, Fachbeirat und Kuratoriumsmitglied verschiedener Gesellschaften und Institutionen. Seit 1993 war er Mitglied des Club of Rome. Frederic Vester verstand es in genialer Weise, die Prinzipien der Kybernetik und das Funktionieren komplexer Systeme anschaulich zu machen, zu illustrieren, zu erklären und praktisch anwendbar zu machen. Nicht zuletzt hat er mit seinem in 13 Sprachen übersetzten Longseller "Denken, Lernen, Vergessen" der modernen Lernbiologie zum Durchbruch verholfen. Seine Wanderausstellung "Unsere Welt - ein vernetztes System" und seine kybernetischen Spiele "Ökolopoly" und "ecopolicy" sind berühmt. Sie ermöglichen einen völlig neuen, faszinierenden, selbst für Kinder verständlichen Zugang zu der ansonsten schwer zugänglichen Materie der Kybernetik. Seine verständliche Sprache bei der Darstellung von komplexen Zusammenhängen in unserer Welt machte ihn zu einem der meistgelesenen Sachbuchautoren. So versuchte er sich neben Büchern in immer neuen Formen der Vermittlung seiner Ideen: durch seine erfolgreichen Ausstellungen, vor allem "Unsere Welt - ein vernetztes System", seine berühmten "Fensterbücher" und seine preisgekrönten Fernseh- und Schulfilme. Das Werk von Frederic Vester erstreckt sich von ausgeklügelten und kreativ gestalteten Büchern und Spielen für Kinder und Erwachsene über wesentliche wissenschaftliche Arbeiten auf den Gebieten der Krebsforschung, Molekularbiologie, Biophysik und Forschungsplanung, zu anschaulichen und leicht verständlichen Sachbüchern und Dokumentationsfilmen bis zur anwenderfreundlichen Software mit einem neuen kybernetischen Zugang für das richtige Verständnis und den nachhaltig wirkenden Umgang mit den vernetzten ökologischen, biologischen und sozialen Systemen. "Es ist das große Verdienst unseres Kollegen Frederic Vester mit seinem biokybernetischen Denkansatz einen Weg zu weisen", schreibt der Ehrenpräsident des Club of Rome, Ricardo Diez Hochleitner, "wie wir Lebensbedingungen für die Menschheit schaffen können, die der Sustainability genügen."
    "Erst wenn die Trennlinien verschwinden,
    treten die Beziehungen zwischen den Teilen
    hervor. Trotz weniger Daten erkennt man so
    auf einmal das "System". Frederic Vester
    von http://www.frederic-vester.de/

    die acht Grundregeln der biologischen Kybernetik nach Frederic Vester:
    - Negative Rückkopplung muss über positive Rückkopplung dominieren.
    - Die Systemfunktion muss vom quantitativen Wachstum unabhängig sein.
    - Das System muss funktionsorientiert und nicht produktorientiert arbeiten.
    - Nutzung vorhandener Kräfte nach dem Jiu-Jitsu-Prinzip statt Bekämpfung nach der Boxer-Methode.
    - Mehrfachnutzung von Produkten, Funktionen und Organisationsstrukturen.
    - Recycling: Nutzung von Kreisprozessen zur Abfall- und Abwasserverwertung
    - Symbiose. Gegenseitige Nutzung von Verschiedenartigkeit durch Verbindung und Austausch.
    - Biologisches Design von Produkten, Verfahren und Organisationsformen durch Feedback-Planung.