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"SOFTWARE IT´S LIKE SEX, IT IS BETTER, IT´S FREE" LINUS THORWALD.
Bis 1991 war die UNIX-Welt eine relativ abgeschottete Geschichte, es gab ein paar Gurus, ein paar mehr Spezialisten und alles was mit UNIX zusammenhing war so teuer, daß es nur Universitäten und Industrie intressieren konnte.
Es existierte damals schon ein Projekt, welches sich vorgenommen hatte, ein freies POSIX-kompatibles System zu entwickeln - die Free Software Foundation. Sie gingen aber einen sehr akademischen Weg und fingen mit den diversen Tools und Hilfsprogrammen an, um dann am Schluß das Betriebssystem zu programmieren. Das System sollte GNU (Gnu's Not Unix) genannt werden und viele verschiedenen Programmierer arbeiteten daran. 1991 existierten schon fast alle wichtigen UNIX-Tools in einer freien GNU-Version, am wichtigsten war dabei natürlich der C-Compiler. Das Einzige, was noch fehlte - war das System selbst.
Im Jahr 1991 begann aber auch ein finnischer Informatik-Student (Linus Thorwald) mit der Entwicklung eines freien Unix Systems. Er bediente sich dazu des GNU-C-Compilers, der eine hohe Portierbarkeit garantierte. Das Ergebnis ist bekannt und seit 1992 als LINUX als freies UNIX-System zu haben.
Linus Thorwald setzte von Anfang an auf das Prinzip der freien Software und gab jedem den Quellcode seines Systems weiter. So begannen sich tausende von Programmierern mit LINUX zu beschäftigen, das System weiterzuentwickeln und Anwendungen dafür zu schreiben. Durch die Existenz der ganzen GNU-Tools war sehr schnell ein komplettes Betriebssystem samt aller notwendigen Hilfsprogramme vorhanden.
Durch die kostenlose Verbreitung von Linux erfuhr die Unix-Welt plötzlich wieder einen erheblichen Aufschwung. Die plötzliche Verfügbarkeit eines Unix-Systems für Menschen mit kleinem Geldbeutel, verbunden mit der Zunahme der Rechenleistung von Low-Cost-Computern sorgte für eine schnelle Verbreitung.
Mittlerweile haben sich fast alle namhaften Hersteller kommerzieller PC-Unixe dazu bereiterklärt, ihr System für Privatanwender kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Neben dem schon bekannten FreeBSD gibt es inzwischen solche Angebote für SCO-Unix und sogar Solaris.
Die hohe Stabilität des Systems, die freie Verfügbarkeit aller Server-Software und die perfekte Einbindung der Netzwerkfähigkeit ins Betriebssystem führten zu einer hohen Nachfrage von Unix/Linux-Rechnern im Internet. (Immerhin ist das Internet entstanden als Vernetzung von Unix-Rechnern)