Jaron Lanier        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]

Literatur:

Gadget (2010)
Wem gehört die Zukunft (2013)

      

Zur Person


Quelle: Wikipedia

Jaron Lanier (1960) ist ein US-amerikanischer Informatiker. Er betrieb von 1984 bis 1990 mit VPL Research ein Unternehmen zur Entwicklung und Vermarktung von Virtual-Reality -Anwendungen. Lanier machte als scharfer Kritiker von Wikipedia und der Open-Source -Bewegung von sich reden. Im Jahr 2010 war Jaron Lanier unter den Nominierten der TIME 100 list of most influential people. Im Oktober 2014 erhält Jaron Lanier den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.


[und wie es wirklich war ..]

Kollaborative Community-Projekte wie beispielsweise die Wikipedia, die generell durchaus als digitales Weltwunder und Zeugnis der Leistungsfähigkeit der Idee des Crowdsourcing und dezentraler Freiwilligenarbeit gesehen wird, hält Lanier für weitgehend wertlose und meist falsche Durchschnittsmeinung einer diffusen und anonymen Menschenmasse, eines "Hive Mind". Ein Projekt wie die Wikipedia könne kein Wissen oder neue Ideen erarbeiten, sondern sei grundsätzlich nur in der Lage, bestehende Ideen in einem mittelmäßigen Einheitsbrei aufzulösen und sei immer in Gefahr, zu einem digitalen Mob zu werden.

Auch an der OpenSource-Bewegung, deren Linux-Betriebssystem die stärksten Großrechner der Welt, PCs, Notebooks, Smartphones bis hin zu winzigen eingebetteten Systemen am Laufen hält und die beispielsweise durch die Entwicklung des heute populären Webbrowsers Firefox die Modernisierung und offene Fortentwicklung des Internets erst wirklich initiiert hatte, lässt Lanier wenig Gutes und illustriert ihren grundlegenden Mangel an Innovationskraft und Kreativität immer wieder mit der Aussage, OpenSource habe schließlich nicht das iPhone hervorgebracht.


 
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