Sprache und Wirklichkeit
in der modernen Physik
Der Teil und das Ganze
Physikalische Prinzipien (Vorlesungen Universität Chicago 1930)
Die mathematische Gesetzmäßigkeit der Natur. In: Die Natur – das Wunder Gottes. Herausgegeben von Wolfgang Dennert, Bonn 1950.
Ordnung der Wirklichkeit. Piper, München 1989, ISBN 3-492-10945-4
Physik und Philosophie. Hirzel, Stuttgart 2000, ISBN 3-7776-1024-0
Wandlungen in den Grundlagen der Naturwissenschaft. Hirzel, Stuttgart, ISBN 3-7776-1366-5
van der Waerden (Hrsg.) Sources of quantum mechanics. 1967 (Nachdruck wichtiger Arbeiten der Quantenmechanik mit historischer Einleitung von van der Waerden)
Einführung in die einheitliche Feldtheorie der Elementarteilchen, Stuttgart, Hirzel Verlag 1967
Deutsche und jüdische Physik. Herausg. Helmut Rechenberg. Piper-Verlag München/Zürich 1992. ISBN 3-492-11676-0
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Werner Karl Heisenberg (1901-1976) Physiker (Nobelpreisträger). Er formulierte 1927 die nach ihm benannte Heisenbergsche Unschärferelation, welche eine der fundamentalen Aussagen der Quantenmechanik trifft – nämlich, dass bestimmte Messgrößen eines Teilchens (etwa sein Ort und Impuls) nicht gleichzeitig beliebig genau bestimmt werden können. W. Heisenberg hat sich aufgrund der Kommunikationsschwierigkeiten vor allem zwischen A. Einstein und N. Bohr mit der Sprache und der Sprache der Physik befasst. |
eine Anekdote, die Werner Heisenberg über einen gemeinsamen Aufenthalt im Gebirge erzählt:
Nach dem Essen in einer Berghütte ergab sich bei der Verteilung der Pflichten, dass Niels Bohr das Geschirr waschen wollte, während ich den Herd sauber machte, andere Holz hackten oder sonst Ordnung schafften. Dass in einer solchen Almküche die hygienischen Anforderungen nicht denen der Stadt entsprechen können, bedarf keiner Erwähnung. Niels kommentierte diesen Sachverhalt, indem er sagte: "Mit dem Geschirrwaschen ist es doch genau wie mit der Sprache der Physik: Wir haben schmutziges Spülwasser und schmutzige Küchentücher, und doch gelingt es, damit die Teller und Gläser schließlich sauberzumachen."
Die Wirklichkeit, von der wir sprechen können, ist nie die Wirklichkeit an sich, sondern […] eine von uns gestaltete Wirklichkeit. Wenn […] eingewandt wird, dass es schließlich doch eine objektive, von uns und unserem Denken völlig unabhängige Welt gebe, […] so muss diesem […] entgegengehalten werden, dass schon das Wort »es gibt« aus der menschlichen Sprache stammt und daher nicht gut etwas bedeuten kann, das gar nicht auf unser Erkenntnisvermögen bezogen wäre. Für uns gibt es eben nur die Welt, in der das Wort »es gibt« einen Sinn hat. – Ordnung der Wirklichkeit, München, Piper, 1989, S. 59