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Literatur

Literatur über Gutenberg


Zur Person

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Bildquelle: Wikipedia
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Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg (um 1400-1468)" gilt als Erfinder des modernen Buchdrucks mit beweglichen Metalllettern (Mobilletterndruck) und der Druckerpresse. Die Verwendung von beweglichen Lettern ab 1450 revolutionierte die herkömmlichen Methoden der Buchproduktion und löste in Europa eine Medienrevolution aus. Gutenbergs Buchdruck breitete sich schnell in Europa und später in der ganzen Welt aus (siehe Ausbreitung des Buchdrucks) und wird als ein Schlüsselelement der Renaissance) betrachtet. Insbesondere sein Hauptwerk, die Gutenberg-Bibel, zwischen 1452 und 1454 entstanden, wird allgemein für ihre hohe ästhetische und technische Qualität gerühmt." (Commonsens)

Etwas differenzierter: J. Gutenberg war einer der ersten Manufaktur-Kapitalisten, der in der Fugger-Zeit Bücher als Waren produzieren wollte, was ihm leidlich gelungen ist.

J. Gutenberg hat die Welt etwa so beeinflusst wie B. Gates, wobei letzterer sehr viel mehr Geld machte.

Zu Gutenbergs zahlreichen Beiträgen zur Buchdruckerkunst gehören neben der Verwendung von beweglichen Lettern auch die Entwicklung einer besonders praktikablen Legierung aus Zinn, Blei und Antimon[1], einer ölhaltigen Tinte und eines Handgießinstruments. Zudem erfand er die Druckerpresse. Das besondere Verdienst Gutenbergs liegt darin, alle Komponenten zu einem effizienten Produktionsprozess zusammengeführt zu haben, der erstmals die maschinelle Massenproduktion von Büchern ermöglichte. Über Gutenberg und sein Wirken ist wenig bekannt, da nur wenige Quellen erhalten sind. Das meiste muss Spekulation bleiben.
Der italienische Professor Bruno Fabbiani äußerte aufgrund seiner Untersuchung der 42-zeiligen Bibel die Meinung, dass Gutenberg diese Bibel nicht mit einzelnen Handlettern, sondern mit ganzen Druckplatten gedruckt habe. Als Begründung für seine These führt er folgende Indizien an: zum einen die Überschneidung einiger Lettern, was bei einzelnen Handlettern nicht möglich gewesen sei, und zum anderen die Beobachtung, dass einzelne Lettern häufig beschädigt abgedruckt seien, was bei einzelnen Handlettern leicht zu beheben gewesen wäre, beim Plattendruck jedoch eine Überarbeitung der gesamten Platte erfordert hätte.

Erfindungen

J. Gutenberg erfand den Buchdruck nicht (neu) (vergl. J. Watts Dampfmaschine), sondern er verbesserte und entwickelte die damals bereits bekannten Reproduktions- und Druckverfahren (das Arbeiten mit Holzblöcken, Modeln und Druckplatten oder Stempeln) weiter und vereinfachte somit die Buchherstellung [eben so weit, dass tatsächlich Bücher auch massenweise hergestellt wurden]. Der Kern von J. Gutenbergs Entwicklungen war das Handgießinstrument, mit dessen Hilfe Drucklettern einzeln, schneller, und feiner gegossen werden konnten, die Verbesserung der Druckerpresse und die Entwicklung verbesserter Druckfarbe.

In der älteren Literatur findet man noch die Bezeichnung Tiegeldruckmaschine, obwohl z. B. der Handtiegel normalerweise ein Gerät ist. Die erste mechanisch arbeitende Druckmaschine wurde 1810 vom Deutschen Friedrich Koenig unter dem Namen Schnellpresse patentiert. 1845 erfolgte eine nochmalige grundlegende Verbesserung durch Entwicklung der Rotationspresse durch Richard March Hoe, bei der das Papier zwischen zwei gegeneinander rotierenden Zylindern hindurchläuft und von einer zylindrisch gebogenen, einem der Zylinder anliegenden Druckform bedruckt wird. Die Entwicklung ging weiter von einer Maschine zum Automaten.

siehe auch Gutenberg-Galaxis


 
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