Beiträge zur Grundlegung einer operationsfähigen Dialektik
Grundzüge einer neuen Theorie des Denkens in Hegels Logik
Das Bewusstsein der Maschinen. Eine Metaphysik der Kybernetik
Lesenswert ist auch seine Selbstdarstellung im Spiegel Amerikas (in: L. S. Pongratz (Hg.), „Philosophie in Selbstdarstellungen“, Bd. 2, Hamburg 1979: 1-76). Eine gute Einführung mit umfangreichen Verweisen auf Sekundärliteratur sowie weiterführende Arbeiten liefert die 3. Auflage seines Werkes "Das Bewusstsein der Maschinen, Eine Metaphysik der Kybernetik", Baden-Baden 2002.
Eine gute Einführung ist Kurt Klagenfurt, Technologische Zivilisation und transklassische Logik, Frankfurt am Main (Suhrkamp) 1995,
|
G. Günther (1900 - 1984) war ein deutscher Logiker, er entwarf eine über Aristoteles hinaus gehende (mehrwertige) Logik. Ausgangspunkt ist für ihn eine fundamentale philosophische Kritik des Axiomensystems der klassischen Logik, u. a. des Axioms des tertium non datur auf der Basis der Ontologie. G. Günther war 1935-37 Assistent von Arnold Gehlen, publiziert H. Schelsky, wurder 1948 in der USA eingebürgert. Er gab in Deutschland Isaac Asimovs I, Robot heraus. 1959 erscheint bei Meiner in Hamburg "Die philosophische Idee einer nicht-Aristotelischen Logik". 1960 geht er (bis 1972) als Forschungsprofessor der Philosophie ans Department of Electrical Engineering der Universität Urbana/Illinois und wirkt dort im Verbund mit Warren Sturgis McCulloch, H. von Foerster, H. Maturana u. a. 1962 publiziert er Cybernetic Ontology and Transjunctional Operations. |
Die Polykontexturallogik
Um Reflexion auf Anderes und zugleich auf sich selbst [Selbstreferentialität] formal widerspruchsfrei darstellen zu können – das heißt, um das „Ich“ als Subjekt und zugleich als Objekt seines eigenen Denkens formal unterscheidbar zu machen –, konzipierte Gotthard Günther die „Polykontexturallogik“ (Güntherlogik), mitsamt einer zugehörigen Morphogrammatik und Kenogrammatik.
"Zwar ist alles menschliche Denken zweiwertig und es wird ... in alle Ewigkeit so bleiben. Die Welt aber, deren sich dieses Bewußtsein theoretisch zu bemächtigen versucht, ist ontologisch mehrwertig."
Es scheint uns, dass wir Schelling interpretativ kaum vergewaltigen, wenn wir sagen, dass für ihn hinter dem Phänomen der Geschichte kein Seins-, sondern ein Kommunikationsproblem steht. Der bisherige geschichtliche Prozess hat zu einer absoluten Isolation des individuellen Ichs geführt. Damit aber ist der Anstoß zu einer neuen Entwicklung gegeben. „Denn Person sucht Person”. In der Realität ist nach Schelling die Notwendigkeit angelegt, mit sich selbst zu kommunizieren. Das setzt aber voraus, dass erst einmal Kommunikationsorte, also individuelle Subjektivitäten, produziert werden müssen. Diese Aufgabe ist durch die bisherige Geschichte ausreichend erfüllt worden. Sie hat sie in der Tat so gut erfüllt, dass durch die radikale Isolierung von spezifischen Erlebniszentren in der Welt ein in die metaphysischen Wurzeln aller Existenz hinunterreichender Krisenzustand entstanden ist. Das Individuum hält die absolute Vereinsamung, in die es als Rezeptionsstelle für Offenbarungen und andere Kommunikationen gedrängt worden ist, nicht mehr aus, und wir haben in der Gegenwart eine kritische Grenze erreicht, wo die Privatheit des Ichs eine solche Intensität erreicht hat, dass „die letzte Verzweiflung sich seiner bemächtigt”. Aus: Günther, Gotthard: Metaphysik der Institution, Handschrift aus dem Nachlass. (Dank an @Nick_Haflinger) http://networkedblogs.com/k3pUb