Virtuell heisst "als ob".
In der Computerbranche ist das Wort durch IBMs Betriebssystem OS/VS1, respektive VMS eingeführt worden. An diesen sogenannten Mehrplatzsystemen erschien die Maschine jedem Benutzer, wie wenn er der Besitzer eines eigenen Computers wäre.
1971 OS/VS1 Virtual storage (up to 16 MB). Concurrent batch/interactive/online. Workload management of mixed workloads. Transaction managers and database management.
1974 MVS/370 Multiple 16 MB address spaces.
Duden schreibt: virtuell heisse "der Kraft oder Möglichkeit nach vorhanden, scheinbar.
Virtuelle Realität ist eine Bezeichnung für eine mittels Computer simulierte Wirklichkeit oder künstliche Welt (›Cyberspace‹), in die Personen mit Hilfe technischen Geräte (elektronische Brille, Lautsprecher, Datenhandschuh, Datenhelm) versetzt und interaktiv eingebunden werden. Die in die Brille auf zwei kleine Bildschirme stereoskopisch eingespielten, dreidimensional erscheinenden Bilder vermitteln dem Beobachter den Eindruck, sich selbst in der Kunstwelt (z.B. Räume, Landschaften, Fahrzeuge) zu befinden. Bewegungen der Personen werden sensorisch erfaßt und Bildausschnitt und -perspektive laufend angepaßt. Über den ebenfalls mit aufwendiger Sensortechnik ausgestatteten Datenhandschuh kann der Träger aktiv auf die modellhafte Umwelt einwirken (z.B. einen Gegenstand greifen), indem entsprechende Informationen vom Handschuh in das darauf reagierende Simulationssystem eingespeist werden. Die VR-Technik findet erste Anwendungen bei Fahr- und Flugsimulatoren, ist aber auch für Raumfahrt, Medizin, Architektur, Unterhaltungselektronik u.)ä. interessant. (c) Meyers Lexikonverlag.