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Umgangssprachlich verwende ich den Ausdruck Quantität - ziemlich selten und dann irgendwie - für Menge. (Ich staune oft darüber, wie Wörter in die Umgangssprache gelangen und wie sie dort verwendet werden.)

Differenztheoretisch verwende ich Quantität in der Differenz zwischen Qualität und Quantität. Ich unterscheide damit zwei verschiedene Arten der Eigenschaft (die in der Physik - wenn ich das recht sehe - auch als intensive und extensive Grösse unterschieden werden).

Erläuterungen:

Weil ich mit den Begriffen Qualität und Quantität eine sprachlich etwas komplizierte Unterscheidung bezeichne, erläutere ich sie anhand eines Beispiels. Die sprachliche Komplikation beruht darauf, dass ich Eigenschaften nicht den Dingen zurechne, obwohl ich Dinge als deren Träger bezeichne. Die Eigenschaften der Dinge erkenne ich in Abhängigkeit der jeweiligen Gebrauchsweisen.

================================================================== nochmals neu: ===================== Eigenschaft und Merkmal Eigenschaft am Ding Merkmal, was ich mir "merke" wenn jemand 1.70 M gross ist, ist das ein Merkmal - auch oder vieleicht hauptsächlich, weil ich es sehen kann wenn er 70 kg schwer ist, kann ich es auch sehen (wwenn ich das spezifische Gewicht von Menschen kenne Ungenauigkeiten zwischen schätzen und messen ==================== Die Tätigkeit unter scheide ich von Handeln (und von Operationen) Mein Beispiel hier wird die Kommunikationsschnur, weil diese mir insgesamt dient Es geht darum die Schnur nass zu machen und zu spannen - mit dem Zweck Stromleitung experimentell zu verifiieren. wie lange ist die Schnur, wie lange braucht der Strom - und dann, was leitet den Strom,, wenn ich differenziere - mit trockener Schnur oder Wasser in einem Rohr (Kommunikationsgefäss) ----- Kaufen (tauschen) als Tätigkeit typisches Beispiel im Kapitalismus) ============================================================================
 

Literatur

"Jedes nützliche Ding, wie Eisen, Papier usw., ist unter doppelten Gesichtspunkt zu betrachten, nach Qualität und Quantität. Jedes solches Ding ist ein Ganzes vieler Eigenschaften und kann daher nach verschiedenen Seiten nützlich sein. Diese verschiedenen Seiten und daher die mannigfachen Gebrauchsweisen der Dinge zu entdecken ist geschichtliche Tat." (Marx, K. Kapital, S. 49)
K. Marx spricht im dritten Satz seines Hauptwerkes - und das kennzeichnet seine Theorie - von nützlichen Dingen, deren Eigenschaften durch Gebrauchsweisen "erkannt" werden. Die geschichtliche Tat ist die Entwicklung der Produktion, in welcher Dinge hergestellt werden.


 
===, also darin, wie ich Dinge in Tätigkeiten verwende. ======

Anmerkungen

Terminologisch gebundener spreche ich im Rahmen meines operativen Materialismus oft von Entitäten als Eigenschaftsträger, um den umgangssprachlichen Ausdruck Ding zu vermeiden.

Von Qualität spreche ich, wenn ich eine Eigenschaft anhand des Kriteriums "so wie vorgegeben" beurteile, und von Quantität spreche ich, "so wie vorgegeben" eine Variable ist. Jedes Vergleichen legt eine Grössenart fest. Mit dem Massstab (Urmeter) lege ich die Eigenschaft Länge fest und messe wie lang das gemessene Objekt ist.

Wie eng Qualität und Quantität miteinander in Verbindung stehen, zeigt das bekannte Zitat von Paracelsus: Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding' kein Gift ist.
Qualität und Quantität sind also keine Gegenbegriffe, jede Quantität hat eine bestimmte Qualität.

Wasser und Wein messe ich in Litern, also mit dem gleichen Mass, obwohl sie durch eine andere Messung verschiedene Qualtität haben. Die Qualität wird durch die Messung festgelgt. Was ich in Litern messe ist hinreichend flüssig.

Die Eigenschaften, die durch das Ausmass des Dinges betroffen sind, bezeichne ich in Anlehnung das die Sprache der Physiker als extensiv, sie bestimmen die Quantität, die anderen bezeichne ich als intensiv, sie bestimmen die Qualität

Quantenphysik

"Alle Ding' sind Gift und nichts ohn' Gift; allein die Dosis macht, dass ein Ding' kein Gift ist." (Theophrastus Paracelsus, Defensiones III, 1538, S. 138)


 
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