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Als "Programmieren" bezeichne ich die Produktion von Programmen. Programmieren ist (wie Schreiben) "syntaxgeordnetes" Handeln, das sich durch die dabei verwendete Zeichenmenge direkt darstellen lässt.

strukturiertes Programmieren
objektorientiertes Programmieren



Kritik:
"Programmieren kann nach Peter Naur (...) nicht in erster Linie als Produktion von Programmen und zugehörigen Texten betrachtet werden, sondern als ein Prozess, bei dem die Programmierer im Laufe der Systementwicklung eine Theorie darüber entwickeln, wie die vorhandenen Probleme durch die Progammausführung gelöst werden können. Diese Theorie ist nur in den Köpfen der Entwickler vorhanden: Das Wiederherstellen der Theorie lediglich aufgrund der Dokumentation ist gänzlich unmöglich. In traditionellen Ingenieurbereichen sind aber die theoretischen Grundlagen bereits vor der Produktentwicklung erarbeitet" (Keil-Slawik, 1990 , 83).

Kritik der Kritik:
In der Kritik wird eine Implikation der Aussage in Gegensatz zur Aussage gestellt: Die Produktion von Programmen impliziert, dass der Programmierer denkt. Dass es dabei eine Theorie verwendet, dürfte eine extreme Ausnahme sein, die "Theorie" die er zweifelslos "im Kopf" hat, ist eben keine Theorie, weil sie nicht rekonstruierbar und nicht aufgeschrieben ist.
Der Programmierer verwendet keine Theorie, sondern eine Programmiersprache. Er weiss dabei, was er sagen kann, aber nicht, was er sagen könnte. Er trifft eine Wahl aus dem Kontingent. Und diese Wahl ist nicht rekonstruierbar. Sie ist kritisierbar durch ein anderes Programm, also durch eine andere Wahl (Kritik heisst Verggleich).