Macht        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]         [ Meine Bücher ]

Differenztheoretisch kann Macht als Differenz zwischen Macht und Gewalt beobachtet werden. Macht ist angedrohte Gewalt. Macht hat, wer seine Ziele auch mit Gewalt erreichen könnte und vor allem würde, respektive wer so eingeschätzt wird.

Die Anwendung von Gewalt zeigt immer ein Mangel an Macht, weil Gewalt mit Aufwand und Risiko verbunden ist, während Macht diese Aufwände gerade begrenzt.

Macht der Soziabilität ... Plattformen ...


 

siehe auch in der Einführung des Hyperbuches Ethik


N. Luhmann bezeichnet "Einfluss" als Medium mit den drei Formen, Unsicherheitsabsorption, positive Sanktionen und negative Sanktionen. Macht ist die letztere Form: stetiges Zeigen von Sanktionsmöglichkeiten, nie Anwenden von Sanktionen.

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Vielleicht wäre es sinnvoll zwei Unterscheidungen auseinander zu halten: Form/Medium versus Instanz/Objekt. Je aktuelle Aeusserung eine Phonems ist eine Instanz des Objektes Phonem. Dabei gibt es weder Original noch Kopie. Jeder Sound aber reitet auf einer Schallwelle, die eine Form im Medium "Wellen" oder im Medium der Wellen (zb Luft) hat.

Bei N. Luhmann ist Macht eine Form von Einfluss, die auf stetigem Zeigen von Sanktionsmöglichkeiten (Gewalt) beruht. Soziale Gewalt zweigt sich in bewusst herbeigeführter Beschädigung von Lebewesen oder Lebensumständen. Das Medium der Gewalt sind also Akte solcher Beschädigungen, Formen der Gewalt sind beispielsweise Hand abhacker oder erschiessen.

Macht muss gezeigt werden (können). Dabei muss die Möglichkeit einer schliesslich siegenden Gewaltanwendung gezeigt werden. Das Medium der Macht besteht in sochen "Zeigungen von Gewalt", beispielsweise im Zeigen von Soldaten oder Waffen oder von Geld, mit welchem Soldaten und Waffen gekauft werden können. Die Perücke oder die Robe eines Richters ist ein Symbol für durchgreifende Polizei. Sie zeigt Macht und ist mithin ein Element des Mediums Macht. Die lose Koppelung wer hat schon Angst vor einer Perücke?

Das schwächere Geschlecht ist das stärkere wegen der Schwäche des stärkeren für das Schwächere.


[ Luhmann ]
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