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Als Leser bezeichne ich das Subjekt, das einen Text liest. Beim Lesen realisiere ich die Gegenstandsbedeutung von Text.

Spezialfall: Hyperleser

U. Eco unterscheidet in "Lector in fabula" zwischen Lesen und Text benutzen. Differenztheoretisch ist Lesen die Differenz zwischen Lesen und Text benutzen.
Eco meint, Lesen sei ein Werk nach seiner Intention zu befragen, also zweckfreies Lesen, Text benutzen sei eine text-, resp werkfremde Absicht, die Beweise oder Zitatstellen suche. Letzteres hat Auftrieb durch die Digitalisierung.

Plato: Pharao wirft dem Gott Thot vor, dass er die Schrift erfunden hat: "Es ist vorbei, sagt Pharao, der Mensch wird nie wieder fähig sein, die eigenen Gedanken und die eigenen Erinnerungen zu kultivieren, denn du lehrst ihn, seine Seele auf Täfelchen und Papyri zu vergegenständlichen. Adieu, Gedächtnis, nun werden die Menschen lernen, sich mittels dieser Apparate zu erinnern ... "(Eco: 99).


 
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Eine Liste von zu lesenden Texten
Schiller: Wallenstein
Schiller: Räuber
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