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Der Ausdruck Gewalt wird umgangssprachlich sehr vielfältig, oft auch anstelle von anderen Begriffen verwendet, die etwas mit Gewalt zu tun haben: Macht, Nötigung, Sadismus, Krieg, Terrorismus und insbesondere Vergewaltigung. Umgekehrt gibt es Wörter wie Gewaltmonopol, die Gewalt voraussetzen oder Verwaltung, die die Abwesenheit von Gewalt bezeichnen sollen.

Ich definiere hier Gewalt in einem engeren Sinn. Es geht hier insbesondere nicht um psychische, symbolische oder strukturelle Gewalten, die quasi funktionswirksam bestimmt werden. Auch Vandalismus und Aspekte der institutionellen Gewalt kommen hier nicht zur Sprache.


 

Als Gewalt bezeichne ich ein Walten mit grobstofflicher Kraft gegen den - vom Gewalttätigen erkannten - Willen des davon Betroffenen. Gewalt ist ein Mittel, das zwar Selbstzweck werden kann, aber im eigentlichen Fall gegen andere Menschen eingesetzt wird.
(Die WHO-Mafia spricht typischerweise auch bei Selbstmord von Gewalt und unterstellt, dass der Betroffene sich gegen seinen Willen tötet.)

Anschauliches und naheliegendes Beispiel:
Ein Erzieher schlägt ein Kind, weil es nicht tut, was er will.

Ein Jäger erschiesst ein Reh, so wie die Katze die Maus tötet. In diesen Fällen spreche ich nicht von Gewalt, was ich hier nicht begründen will.

Abgeleitete Begriffsverwendungen:

Die Polizei kann beispielsweise eine Türe mit Gewalt öffnen. Dabei geht es nicht um den Schaden an der Türe, sondern darum, dass derjenige, der die Türe geschlossen hat, nicht wollte, dass sie geöffnet wird. Die Gewalt richtet sich gegen den Menschen, nicht gegen die Türe, die keinen Willen hat und nicht leiden kann.

Die in der Gewalthandlung eingesetzte Kraft . Wer jemanden erschiesst, verwendet nicht viel eigene Kraft, sondern Energie, die in der Munition steckt. Wenn jemand Waren stiehlt ohne eine Türe aufzubrechen, besteht die Gewalt darin, dass er die Ware wegträgt, auch wenn sie so leicht ist wie Banknoten.

Potentielle Gewalt: Wer jemanden mit einer Waffe bedroht, wendet keine Gewalt an, zeigt aber, dass er es tun würde.

Im unmittelbaren Fall der Gewalt erleidet der Betroffene Schmerz. Oft ist der Betroffene gar nicht vor Ort oder realisiert nicht, dass ihm materiell Schaden zugefügt wird.

dass die anderen vielleicht nicht da sind oder es (noch) nicht merken. zb Landaneignung als Eigentum. wenn dann später andere Menschen hinzukommen (General Sutter) und mir das Land wegnehmen! Genau da setzt Zivilisation ein - die immer dem einen Recht(e) gibt - was ich als Vergesellschaftung bezeichne- womit ich einen Gesellschaftsbegriff habe !!

Was aber ist psychische Gewalt?? (ich kann die Wirkung beobachten: jemand wird krank, also hat der andere in Verletzt, was ich als Gewalt auffassen könnte !! Das sollte ich wohl ausschliessen.

Gewalt: wenn im Krieg eine Bombe Menschen tötet und Häuser zerstört, ist schwer zu entscheiden, wer Gewalt ausübt. Vielleicht sollte ich genau solche Fälle ausschliesen.

Gewalt: es gibt körperliche Gewalt die immer mit einem Kraftaufwand verbunden ist, auch wenn ich beim Erschiessen einer Person nicht sehr viel Kraft brauche - technisch vermittelt.

Mephisto: Man hat Gewalt, so hat man Recht.
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[Friedrich Hacker]
[Gewaltmonopol]
[ WHO - wie immer etwas schäg / kennt auch unbeabsichtigte Gewalt !! ]
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