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"Gestalt" ist ein Ordnungsprinzip und steht für Formen, die in unserer Wahrnehmung Eigenwerte darstellen

Erläuterung:
Gestaltpsychologie: Wenn wir keine Bedeutung wahrnehmen können, erzeugt das Eigenwert-Verhalten unseres Nervensystems bestimmte Gestalten.

Wir nennen auch Gruppen von Pixel, die sich gemeinsam bewegen Gestalt. Was Gestalt hat wird zum Objekt: Konstanzwahrnehmung von Piaget.


Das Wort "Gestalt" weist nicht nur darauf hin, daß in dieser Therapieform kreativ gestaltet wird, sondern hat hier noch eine tiefere Bedeutung: "Gestalt" ist ein Ganzheitsbegriff. Während in den Naturwissenschaften das Hauptinteresse dem Erkennen von kleinsten Teilen gilt, ist gestalthaftes Denken an der Bezogenheit der Teile zueinander interessiert. Diese Auffassungsweise führt weg vom Quantitativen, hin zum Qualitativen. Deutlich wird dies z.B. an einer Symphonie: Sie ist mehr und etwas anderes als die bloße Summe ihrer Töne. Auf solche "Gestaltqualitäten" wies 1890 erstmals der österreichische Philosoph Christian von Ehrenfels hin.Er löste damit eine geistige Revolution aus, die die Einseitigkeit und Ergänzungsbedürftigkeit des herkömmlichen Begriffs von Wissenschaftlichkeit deutlich werden ließ. In seiner Nachfolge haben besonders die Gestalttheoretiker Wertheimer, Köhler, Kaffka, Lewin in unzähligen empirischen Versuchen die Gültigkeit des Gestaltansatzes nachgewiesen und vor allem auf die Psychologie und Pädagogik angewandt (http://www.symbolon-institut.de/gestalt/gestalt.html).