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Der mathematische Ausdruck "Fraktal" stammt von B. Mandelbrot und bezeichnet in der Mathematik eine spezifische Rekursion.

In der Umgangssprache verwenden wir den Ausdruck für eine Art von "Selbstbeinhaltung", das heisst für Entitäten, in deren Struktur ich eine rekursiv Wiederholung sehen kann.

Die Wiederholung von ähnlichen Operationen auf übergeordneten Ebenen ist eine Sicht auf Komplexe, die Ordnungen im scheinbaren Chaos findet. Fraktale sind in diesem Sinn ein wesentliches Werkzeug der Chaostheorie - die wie die Fraktale eine mathematische und eine populäre "Interpretation" hat, die etwa soviel miteinander zu tun haben, wie meine Aussage "alles ist relativ" mit der Relativitätstheorie.

Beispiel:
Die Bibliothek ist "fraktal", die einzelnen Abteilungen und die Bücher in den Abteilungen und die Aufsätze in den Büchern sind alle wie die Bibliothek selbst organisiert. Die Bibliothek hat Räume, die Werk haben Bände, die Bände haben Kapitel, die Kapitel habe Abschnitte. Die Bibliothek hat ein Register, die Bücher haben Inhaltsverzeichnisse.

      
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aus dem Netz: fraktale
der begriff »fraktal« wurde in den 80er jahren von dem mathematiker und nobelpreisträger benoît mandelbrot geprägt. mandelbrot entdeckte bei der analyse von scheinbar zufälligen kurz- und langfristigen preisveränderungen bei baumwolle selbstähnliche strukturen. das veranlaßte ihn dazu, sich analytische probleme in geometrischen formen bzw. mustern vorzustellen. er untersuchte rückgekoppelte gleichungen, in denen komplexe zahlen vorkommen, und stellte diese auf dem bildschirm des computers dar. durch verallgemeinerung gelangen mandelbrot darstellungen von höchster komplexität und atemberaubender schönheit. da die euklidische geometrie unregelmäßige formen wie wolken, küstenlinien oder gebirge nicht konstruieren kann, begann mandelbrot über den begriff der dimension nachzudenken. er kam zu dem ergebnis, daß es neben den ganzzahligen (0, 1, 2, 3, 4...) auch gebrochenzahlige dimensionen geben muß. während die fraktale dimension eines punktes null ist und die für einen stabilen begrenzten kreis 1, haben komplexe gebilde wie wolken oder berggrate gebrochenzahlige dimensionen (z.b. 2,7245...).
1975 führte mandelbrot den begriff fraktal (von frangere = brechen) ein, um seiner neuen geometrie einen namen zu geben. künstliche wolken, virtuelle bäume und sogenannte mandelbrotmengen sind beispiele für maßstabsunabhängige phänomene. fraktale offenbaren sowohl den ästhetischen aspekt des chaos als auch dessen verborgene strukturelle komplexität. während die chaosforschung sich mit zeitphänomenen beschäftigt, steht bei fraktalen die komplexität und selbstähnlichkeit räumlicher strukturen im mittelpunkt. fraktale sind die attraktoren eines deterministisch chaotischen systems und entstehen aus einem prozeß des faltens und entfaltens im rahmen von dynamischen abläufen rekursiver gleichungen.
ein augenfälliges beispiel für fraktale phänomene bietet die betrachtung der britischen küstenlinie. dabei zeigt sich, daß die küste desto länger wird, je feiner der maßstab gewählt wird. obwohl die fläche großbritanniens nicht unendlich groß ist, geht die länge der küste bei immer weiterer vergrößerung in richtung unendlich. ...
http://www.nic-las.com/wissensnavigator/show.asp?diff=nxref&nxref=fraktale&area=develop