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Erwartung ist ein ung-Wort, erwarten wird aber auch als Verb sehr vielfältig verwendet. Erwarten steht insbesondere auch für zeitlich gemeintes warten, was in der Erwartung für Schwangerschaft wohl noch anklingt.

In der Wahrscheinlichkeitstheorie bezeichnet Erwartung, dass bei hinreichend vielen Ereignissen sich eine Verteilung einstellt, die der Auftretenswahrscheinlichkeit entspricht. Bei einem fairen Würfel wird "erwartet", dass alle sechs Seiten gleich oft oben liegen.

Als Erwartung bezeichne ich die Vorwegnahme dessen, was eintreten wird. Es gibt auch Normen Verhaltensregeln, die Erwartungen E bezieht sich auf ein Ereignis, ich gehe davon aus ich rechne damit ... dass es stattfinden wird. Siehe dazu Anforderung.


 

Der „reflexive Mechanismus“ (Luhmann) des „Erwartens von Erwartungen“ spielt in der alltäglichen Praxis des sozialen Miteinanders eine elementare Rolle: Nicht nur im Sinne der Bewandtnis, sondern auch in Bezug auf die Genese von Identität und reflexivem Denken. Der „reflexive Mechanismus“ spiegelt sich in jedweder Facette gesellschaftlicher Tätigkeit, von den banalsten Handlungen bis hin zu hochspezifischen Prozessen: zum Beispiel wohnen Erwartungen im Bereich des Börsenhandels, vor allem der Derivatenspekulation und der Hedge-Fonds-Geschäfte eine bedeutende Rolle inne.


 
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