Digitalkamera        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]              [ Meine Bücher ]
 

Als Digitalkamera bezeichne ich - mich an einer unsinnigen Konvention anschliessend - eine Kamera, die auf dem fotografischen Retina-Verfahren beruht, bei welcher also anstelle eines Films eine Menge von Halbleiter-Bildsensoren belichtet werden. Mit der "digitalen" Kamera stelle ich kein Bild sondern eine Datei her, welche in einem entsprechenden Anzeigegerät ein Bild generiert.

Technisch wird in den Bildsensoren ein elektrisches - konituierliches - Signal generiert, das in einem sogenannten Analog-Digital-Wandler in ein diskretes Signal umgewandelt wird, mit welchem eine Datei hergestellt wird.

Mit digital hat die ganze Sache eigentlich nichts zu tun.


Bildquelle: Wikipedia

In der gängigen Redeweise - die auch Informatiker benutzen (vergleiche dazu Wie Ingenieure über Computer sprechen) - wird auf den elektronischen Datenträger ein Text gespeichert, der nur die beiden Zeichen 0 und 1 verwendet, was als binärer Code bezeichnet wird. Wenn ich Wörter wie "Tisch" oder "1100101011010101" sehe, muss ich wissen, was sie bedeuten, ich kann es ihnen nicht ansehen. Alle sprachliche Symbole sind - im Unterschied zu Bildern - digitale Abbildungen, ich ich nur verstehen kann, wenn ich die Vereinbarung kenne.
Wenn also in einer Kamera oder einem Computer Texte gespeichert wären, wären das digitale Abbildungen. Aber das ist nur in einer sehr kindischen Auffassung der Fall. In der Kamera sind elektronische Daten, keine Ziffern. Ich brauche ein Anzeigegerät, damit ich Ziffern oder Bilder sehen kann.


 

Zur Digitalisierung:
Wenn ich ein Symbol für einen Gegenstand vereinbare, kann ich das Symbol als digitale Abbildung begreifen, weil ich den Tisch als geistiges Bild sehen kann, wenn ich das Symbol "Tisch" sehe.
Von einer Digitalisierung könnte man in diesem Sinne sprechen, wenn jemand anstelle eines Bildes ein Beschreibung macht - so weit ich sehe, passiert das vor allem in der Literatur oder in der Not, etwa wenn eine Sache beschrieben werden muss, weil das Telefon keine Bilder übertragen kann.


 
[Erfindungsgeschichten 1: NZZ]
[Erfindungsphasen in der wp]
[wp]