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Als Darstellung bezeichne ich sowohl das Verhältnis zwischen Darstellung und und dargestelltem Sachverhalt als auch den als Symbol verwendeten materiellen Darstellungskörper, der den Sachverhalt referenzierend wiedergeben soll. Ich unterscheide Bilder, Texte, Modelle und performative Handlungen. Die Vorsilbe "dar" steht quasietymologisch für "zugänglich machen", etwa in darbieten oder darlehen.

Eine exemplarische Darstellungsform ist Abbildung, als das Verhältnis zwischen Bild und abgebildetem Gegenstand.

Die eigentliche Darstellung ist weder eine Erläuterung noch Erklärung, sondern ein symbolischer Ersatz für das Dargestellte.

Schauspieler werden gemeinhin als Darsteller gesehen, während Sänger nur vortragen. Im Schauspieler sehe ich den Dargestellten handeln, der Sänger zeigt mir eine Selbst-Darstellung, er zeigt sich selbst.
Die Selbst-Darstellung ist differenziell eine Darstellung von nichts anderem.

Anmerkung:
Ein Text, in welchem ein Haus beschrieben wird, ist eine Darstellung. Ein Wort wie etwa "Haus" ist eine insofern eine implizite Darstellung, als das Wort im Sinne eines Er-Satzes für andere Wörter steht, die eine Beschreibung darstellen können.
Haus = ein Gebäude, in welchem Menschen wohnen. In diesem Fall steht der Er-Satz als Erläuterung, also nicht als Darstellung.
Haus = es hat Mauern und ein Dach darauf. Das ist eine rudimentäre Beschreibung, also eine Darstellung.

siehe auch Graph


 
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