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Als Dampfschiff bezeichne ich ein Schiff, das mittels Dampf angetrieben wird, wobei zunächst Schaufelräder und ab 1836 auch Schiffspropeller verwendet wurden.

Es gibt Legenden zu D. Papin, der schon 1707 ein Dampfschiff gebaut haben soll. 1783 baute C. d’Abbans das erste funktionsfähige Dampfschiff. 1788 patentierten I. Briggs und W. Longstreet das erste Dampfschiff. Ab 1809 stellte R. Fulton komerziell erfolgreich Dampfschiffe her, die noch Segel verwendeten. 1889 baute A. Carlisle den ersten Hochseedampfer ohne Segel.

Nach 1900 wurden auch Dampfturbinen verwendet und der Dampf mittels Erdöl statt Kohle erzeugt.

Ab 1910 wurde auf Schiffen der Dieselmotor eingeführt. 1893 Patent (RP 67207) vom 23. Februar, „Arbeitsverfahren und Ausführung für Verbrennungsmaschinen“. 1897 Entwicklungsarbeit Diesel Maschinenfabrik Augsburg (MAN) am 17. Februar Erfolg mit Laufeigenschaften. 1898 In der Zündholzfabrik Kempten ging der erste gewerblich genutzte Dieselmotor in Betrieb. 1900 Auf der Weltausstellung in Paris wurde ein Dieselmotor demonstriert, der auf Wunsch der französischen Regierung mit Erdnussöl betrieben wurde. 1902 bis 1910 produzierte MAN 82 Exemplare des stationären Dieselmotors DM 12. 1903 Dieselmotor im Binnenschiff eingebaut. 1923 Erste Lkw mit Dieselmotoren 1927 Erste Diesel-Einspritzpumpe und Einspritzdüsen von Bosch für Lkw-Motoren. Erster Diesel-Pkw-

1936 Im Februar werden auf der Berliner Automobilausstellung die beiden ersten deutschen Serien-Pkw mit Dieselmotor präsentiert: Mercedes-Benz 260 D und ------------------- 1864 war Nicolaus August Otto zusammen mit Eugen Langen Mitbegründer der weltweit ersten Motorenfabrik N. A. Otto & Cie. in Köln, aus der 1872 die Gasmotoren-Fabrik DEUTZ AG hervorging, die als technischen Direktor Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach als Leiter der Motorenkonstruktion engagierte. Otto entwickelte bis 1876 im Anschluss an einen 1860 patentierten 2-Takt-Gasmotor von Lenoir einen Viertaktmotor, dessen wesentliche Neuerung die Einführung eines separaten Verdichtungstaktes und die dafür nötige Ventilsteuerung war. Die damalige Konstruktion hatte allerdings mit heutigen Motoren wenig Ähnlichkeit. Es handelte sich um einen sogenannten Flugkolbenmotor, auch atmosphärischer Motor genannt. Das heißt, die Explosion schleuderte den Kolben frei im Zylinder nach oben; erst auf dem Rückweg leistete er (beziehungsweise der Atmosphärendruck) über eine Zahnstange Arbeit. Dieser mit Leuchtgas betriebene Viertakt-Motor mit verdichteter Ladung leistete 3 PS bei 180 Umdrehungen pro Minute. Er wurde ab 1877 produziert und als „Ottos neuer Motor“ vertrieben. Der Lizenznehmer Crossley Brothers in Manchester bewarb ihn als Otto engine.[1] Von Deutz und seinen Lizenznehmern wurden rund 5000 Exemplare gebaut.[2] Auf diesen Motor erwarb Otto 1877, dem Gründungsjahr des „Kaiserlichen Patentamts“, ein deutsches Patent. Wegen älterer Patent-Ansprüche bzw. der vorherigen Erfindungen des Viertaktmotors wurde dieses sogenannte Otto-Patent (Patent 532 von Deutz) am 30. Januar 1886[3] und 1889 in Deutschland per Gericht wieder aufgehoben. Christian Reithmann hatte schon am 26. Oktober 1860 mehrere Patente auf den Viertaktmotor erhalten und der Franzose Alphonse Beau de Rochas hatte 1862 ein Patent angemeldet. Gottlieb Daimler und Carl Benz konnten somit 1886 ohne Bedenken Viertaktmotoren bauen und verkaufen. Unabhängig davon hat 1888 bis 1889 auch Siegfried Marcus in Wien ein Kraftfahrzeug mit einem Ottomotor gebaut. Die weltweiten Patente außerhalb Deutschlands blieben bei Crossley.[1] Von diesem Motorenbau-Unternehmen blieb der Name erhalten in Form einer Produktlinie von Schiffsmotoren des Triebwerkherstellers Rolls-Royce. --------------------- Dampfmaschine ... Energie ....

Zeittafel diasynchron


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Bildquelle: Wikipedia
Das Dampfschiff Minerva vor Rapperswil 1835

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