Bit steht für Binary Digit und wurde von J. Tukey vorschlagen. Binary Digit ist auch ein kompliziertes gewähltes Kunstwort, dass für eine Variable steht, deren Werte "O" und "1" sind. Die lockere Redeweise schlägt sich auch in der umgangsprachlichen Verwendung von "digital" nieder.
Bit und Byte
Ein Signal, dessen Zustand ausschließlich durch zwei Werte beschrieben wird, ist ein binäres Signal und wird als BIT = BINARY DIGIT bezeichnet. Ein BIT steht als Einheit für ein binäres Signal und stellt damit die kleinste informationstechnische Einheit mit zwei klaren Signalzuständen, definiert "0" oder"1", dar.
4 Bit ergeben ein Halbbyte bzw. ein Nybble. 2 Nybbles/Halbbytes ergeben ein Byte.
8 Bit werden zu einem Byte zusammengefasst. Ein Byte kann in Binärdarstellung die Werte 0 bis 255 oder die Werte -127 bis +127 annehmen. Zwei zusammengehörende Byte (2Byte = 16 Bit) sind ein digitales Wort (WORD). 1 Wort = 2 Byte = 16 Bit. Zwei Wörter die zusammengehören ergeben ein digitales Doppelwort (DWORD). 1 Doppelwort = 2 Wörter = 4 Byte = 32 Bit.
Die aus dem Bereich der Daten- und Informationsverarbeitung bekannten Begriffe Bit, Byte, Wort und Doppelwort werden auch bei speicherprogrammierbaren Steuerungen verwendet.
Innerhalb eines Bytes wird jedem Bit eine Ziffer - die Bitadresse - zugeordnet. Über diese Bitadresse werden die einzelnen Bits erkannt und auch angesprochen. Die Adressierung der 8 Bits innerhalb eines Bytes erfolgt von rechts nach links, ganz rechts befindet sich das Bit 0 und ganz links das Bit 7.
Bitadresse
schematische Darstellung der Bitadresse 0 bis 7schematische Darstellung der Bitadresse 0 bis 7
Byteadresse
Jedes einzelne Byte wiederum erhält ebenfalls eine Nummer, die Byteadresse. Außerdem wird noch der Operand bezeichnet. EB1 steht für Eingangsbyte 1 oder AB2 für Ausgangsbyte 2. Ein einzelnes Bit wird eindeutig durch die Kombination von Bit- und Byteadresse adressiert. Hierbei wird die Bitadresse durch einen Punkt von der Byteadresse getrennt. Links von Punkt steht die Byteadresse und rechts vom Punkt die Bitadresse. Bei dem Ausgang A2.3 handelt es sich also um das dritte Bit im zweiten Byte einer Ausgangsbaugruppe.
schematische Darstellung einer Byteadresseschematische Darstellung einer Byteadresse
Wortadresse
Durch die Nummerierung von Wörtern ergeben sich die Wortadressen. Die Wortadresse bei der Verwendung von Eingangswörtern EW, Ausgangswörtern AW und Merkerwörtern MW ist immer die kleinere Byteadresse der beiden im Wort befindlichen Bytes. Bei Doppelwörtern verhält es sich genauso, hier ist die kleinere Wortadresse die Adresse des Doppelwortes.
schematische Darstellung einer Wortadresseschematische Darstellung einer Wortadresse
Besonderheiten bei der Adressierung
Aus dem oberhalb farbigen dargestellten Schema läßt sich also folgendes ableiten:
Ausgangswort AW0 besteht aus Ausgangsbyte AB0 und Ausgangsbyte AB1 Ausgangsbyte AB0 besteht aus den Ausgangsbytes A0.0 bis A0.7 Ausgangsbyte AB1 besteht aus den Ausgangsbytes A1.0 bis A1.7
Ausgangswort AW2 besteht aus Ausgangsbyte AB2 und Ausgangsbyte AB3 Ausgangsbyte AB2 besteht aus den Ausgangsbytes A2.0 bis A2.7 Ausgangsbyte AB3 besteht aus den Ausgangsbytes A3.0 bis A3.7
Ausgangswort AW1 besteht aus Ausgangsbyte AB1 und Ausgangsbyte AB2 Ausgangsbyte AB1 besteht aus den Ausgangsbytes A1.0 bis A1.7 Ausgangsbyte AB2 besteht aus den Ausgangsbytes A2.0 bis A2.7 Dasselbe gilt auch für die Adressierung von Doppelwörtern. Auch hier ist bei der Adressierung besondere Sorgfalt geboten. Würde man nach obigen Schema der Wortadressen ein Ausgangsdoppelwort ADW0 adressieren dann besteht dieses Ausgangsdoppelwort ADW0 aus folgenden Adressen:
Ausgangsdoppelwort ADW0 besteht aus Ausgangswort AW0 und Ausgangswort AW2 Ausgangswort AW0 besteht aus Ausgangsbyte AB0 und Ausgangsbyte AB1 Ausgangswort AW2 besteht aus Ausgangsbyte AB2 und Ausgangsbyte AB3 Ausgangsbyte AB0 besteht aus den Ausgangsbytes 0.0 bis A0.7 Ausgangsbyte AB1 besteht aus den Ausgangsbytes A1.0 bis A1.7 Ausgangsbyte AB2 besteht aus den Ausgangsbytes A2.0 bis A2.7 Ausgangsbyte AB3 besteht aus den Ausgangsbytes A3.0 bis A3.7
Adressierungsregeln
Hinweis: Das in diesem Beispiel für das Ausgangsdoppelwort ADW0 ausgelassene Ausgangswort AW1 kann nicht adressiert werden da sich hier dann eine Überschneidung des Adressbereiches ergeben würde.
Das bedeutet das bei einer Adressierung eines Ausgangsdoppelwortes ADW0 das nächstmöglichste zu adressierende Ausgangsdoppelwort das Ausgangsdoppelwort ADW4 ist.
Dies gilt für alle Adressierungen bei Eingängen, Ausgängen und Merkern ebenso wie bei der Adressvergabe bei Ganzzahlen (INT, DINT) und Gleitkommazahlen (REAL).
[Schon R.A. Fisher (1925), R.V.L. Hartley (1928) und auch L. Boltzmann haben ...]
reflektierter Schrott: Somit ist das Flipflop die apparative Schnittstelle der elektronischen Datenverarbeitung. In diesem Sinne war eine der ersten Nennungen des Terminus Bit (Binary digit) als allgemeine binär-diskrete Maßeinheit der Informationstheorie in Claude Shannons A Mathematical Theory of Communication von 1948 sowohl apparativ als auch technologisch folgerichtig, weil mit diesem Terminus die Messung bzw. Vermessung von zu computierender Information definiert wurde. Shannon sprach bezüglich seiner allgemeinen Theorie über zu vermessende und zu computierende Informationen jedoch ausdrücklich von Speichern (store), nicht von Zählen oder Takten. (Shannon meinte es anders!)