Arbeit in der Oekonomie        zurück ]      [ Stichworte ]      [ Literatur ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      [ Systemtheorie ]
Homonyme: Diplomarbeit (= ein Text), Klassearbeit (= eine Prüfung), die Arbeit eines Künstlers (= sein Werk), ...
Arbeit in der Physik: Verbrauchte Energie
Arbeit in der Sozialphiolosophie: allopoietische Tätigkeit

In der Oekonomie gibt es beliebige Auffassungen von Arbeit, wobei tautologischerweise alle mit Geld oder Wert in Verbindung stehen.

Unter ökonomischen Gesichtspunkten bezeichne ich als Arbeit jede Tätigkeit, die bezahlt wird (und keine andere Tätigkeit, gleichgültig wie gleich sie aussehen mag). Das Bezahlen von Lohnarbeit ist konstitutiv für kapitalistische Gesellschaften. Alle anderen Bezahlungen als Lohn sind im Kapitalismus unwesentlich.

Literatur:
In Übereinstimmung mit A. Smith schrieb K. Marx: „Nur die Arbeit, die Kapital produziert, ist produktive Arbeit.“ (Theorien über produktive und unproduktive Arbeit, MEW 26.1, 126) „Damit ist auch absolut festgesetzt, was unproduktive Arbeit ist. Es ist Arbeit, die sich nicht gegen Kapital, sondern unmittelbar gegen Revenue (= Konsumtionsfonds) austauscht, also gegen Lohn oder Profit (natürlich auch gegen die verschiedenen Rubriken, die als Teilhaber am Profit des Kapitalisten partizipieren, wie Zins und Renten).“ (MEW 26.1, 127). „Ein Schauspieler z.B. ... ist hiernach ein produktiver Arbeiter, wenn er im Dienst eines Kapitalisten ... arbeitet, dem er mehr Arbeit zurückgibt, als er in der Form des Lohns von ihm erhält, während ein Flickschneider, der zu dem Kapitalisten ins Haus kommt und ihm seine Hosen flickt, ihm einen bloßen Gebrauchswert schafft, ein unproduktiver Arbeiter ist."


 

Gegenwelten:

Man kann die Arbeit verschieden aufheben:
- In Walden III gibt es keinen Lohn

- Das Manifest gegen die Arbeit begreift unsere Gesellschaft nicht als kapitalistische, weil die Lohn-Arbeit darin immer unwichtiger werde.


 
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