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Prolog:
Die "alten Griechen" scheinen klug. Warum? Sie haben als erste - für mich lesbar - aufgeschrieben, was sie "meinten, glaubten und wussten". Von "den alten Griechen" zu sprechen ist natürlich eine grenzenlose Verallgemeinerung. Von vielen, die sogar Namen haben, weiss ich nicht, ob es sie je gegeben hat. Homer und Sokrates scheinen noch viel mehr als andere - aber immerhin weniger als Odyseus und Herakles - Fabelwesen zu sein. Was ich von den "alten Griechen" wirklich gesehen habe, sind Kopien von Kopien von Schriften, die Autorennamen tragen.

Aus diesen Schriften kann man schlussfolgern, wie das in der Schrift von Aristoteles empfohlen wird: Wenn die Schriften "wahr" sind, hat es Griechen gegeben, die sich zeitlich ansiedeln lassen:

Vorsokratiker

Die ersten griechischen Philosophen werden als Vorsokratiker bezeichnet (weil sie schon vor Sokrates philosophierten (sic)), sie kritisierten das herrschende Denken als mythisch-religiös (wie das alle ihre Nachfolger auch machten). Es werden zwei Schulen unterschieden:
Thales von Milet begründete die ionische Schule (Anaximander, Anaximenes, Leukipp, Demokrit (460-380, Atom)). Sie ging von naturphilosophischen Fragen aus, in deren Mittelpunkt der Aufbau der Welt stand.
Ihr stand die von Pythagoras begründete italische Schule gegenüber mit den Vertretern der eleatischen Philosophie (Xenophanes, Parmenides, Zenon von Elea (490-430) ), die den Focus mehr auf Perspektiven oder Formen (Zahlen, Werden, Logos, Sein (Ontologie)) legte.
Die Sophisten (ab dem 5.Jh. v.Chr.; v.a. Protagoras (480-411), Gorgias aus Leontinoi, Hippias von Elis, Prodikos aus Keos, Thrasymachos, Kritias, Antiphon) befassten sich als bezahlte Lehrer mit Staatskunde, Ethik, Rhetorik im Hinblick auf den praktischen Nutzen, statt auf Wahrheit oder Sein. Sie vertraten einen Skeptizismus, der keine absolute Wahrheit anerkennt.

Wende

Gegen den erkenntnistheoretischen Skeptizismus und subjektiven Relativismus der Sophisten versuchte die attische Schule die Philosophie und die Wissenschaft auf ein erkenntnistheoretetisches Fundament zu stellen.

- Sokrates (470-399): Selbsterkenntnis über das dialektektische Gespräch, Klarheit der Erkenntnis zur Wahrheit (nur durch Plato überliefert, fiktive Gegenwelt)
- Platon (428-348 v Chr., Gründer der Akademie): Begriffe als unvollkommene Abbilder absoluter Ideen, die in der Logik als fundamentaler Disziplin behandelt werden.
- Aristoteles (384-322 v.Chr, -348 Mitgl. d. Akademie): Syllogistik die Logik als formale Logik, konzipierte eine strenge, durch Beweisverfahren abgesicherte Wissenschaft.
- Xenokrates (398-314): ab 339 Leiter der Akademie.

Auflösung

Die hellenistische Philosophie (360 v.Chr. bis 30 n.Chr.) war geprägt durch religiös-kulturellen Synkretismus, Übernahme von Elementen der Mysterienfrömmigkeit, kosmopolitischen Ideen und Spezialisierung der philosophisch-wissenschaftlichen Forschung. Vor allem in der um 306 v.Chr. von Epikur begründeten Schule, in der von Zenon von Kition begründeten Stoa und in der Skepsis (Pyrrhon von Elis) rückte die Erörterung praktischer Fragen zunehmend in den Vordergrund. Dagegen nahm die theoretische Philosophie in der Akademie im Neupythagoreismus und im Neuplatonismus (z.B. bei Plotin und Porphyrios) spekulative Züge an.

Die griechischen Philosophie der Antike endete kalendarisch mit der Schließung der Akademie (529 n.Chr.).


Hinweis:
Natürlich werde ich mit diesen paar Sätzen keiner Philosophie gerecht, es geht hier nur um die zeitliche Verortung einiger Namen und genereller Ideen.


Dialog aus der Wikipedia:
Wie hat sich eigentlich der Originaltext bis heute erhalten? Gibt es irgendwo noch eine Original? Oder hat man immer und immer wieder vom Werk eine Kopie gemacht, von der Kopie der Kopie wieder, bis zu den heute erhältlichen Ausgaben, sodass es gar kein Original mehr gibt? Wie muss man sich das bei derart alten Werken wie der Politeia vorstellen?
Einige Platongegner (renommierte Universitätsprofessoren) behaupten, sämtliche antiken und spätantiken Abschriften seien verloren gegangen. Die vorliegenden griechischsprachigen Handschriften seien mittelalterliche Rückübersetzungen arabischer Textfassungen. Diese Behauptung soll dann erklären, wie einige Thesen, die zu einem christlichen Weltbild zu passen scheinen, nachträglich in das Werk "hineingeschmuggelt" wurden. Eine solche Behauptung halte ich für ziemlch absurd. Die Klärung der Überlieferungsfrage ist daher von großem Interesse.