ABS Anti-Blockier-System        zurück ]      [ Index ]      [ Literatur-Index ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]     

ABS steht für Anti-Blockier-System. Ich betrachte den Ausdruck als Eigenname, eines Mechanismuses, der beim Bremsen verhindert, dass die Räder blockieren.

Das ABS ist ein Regelkreismechanismus in einer Servobremse. Wenn die Radumdrehung ein bestimmtes Mass unterschreitet, wird die Bremskraft kurzfristig reduziert.

Beispiel: ABS: durchgedrücktes Bemspedal wird als Wunschzeichen für effizientes Halten genommen, dh. die Räder blockieren nicht.

Literatur:
"Vom ABS (Antiblokiersystem) könnte man sich absurde Modelle machen. Man könnte kleine Männchen phantasieren, die aufpassen, dass die Räder nicht blokieren. Während man aber beim notfallmässigen Bremsen mit einem Antiblokiersystem, unabhängig davon, wie man sich dieses vorstellt, das Bremspedal wirklich vollständig durchdrücken muss, kann man mit dem im Computermodell unterstellten Männchen nie wirklich sprechen. Man kann nur "so tun, als ob". Daran ändert auch nichts, dass viele Benutzer nicht merken, dass sie, wenn sie dem Computer(männchen) etwas befehlen, nur so tun, als ob.
Es ist natürlich auch für Antiblokiersysteme gleichgültig, ob der Autofahrer bei einer Vollbremsung merkt, warum die Räder nicht blockieren. Diese Bremssysteme hauptsächlich darunter leiden, dass sich viele ihrer Besitzer nicht trauen, so zu tun, als ob sie voll bremsen wollten. Sich einzubilden, man spreche mit dem Computer, bedarf offenbar weniger Ueberwindung als ein Bremspedal durchzudrücken, auch wenn man die von Weizenbaum entdeckte "höchst bemerkenswerte Illusion, der Computer sei mit Verständnis begabt" nicht hat" (Todesco 1992).


2.11) Zur Physik: Natürlich wird ein Fahrzeug nicht mit der Energie des Fahrzeugführers gebremst, sondern mit der Wärme, die an der Bremsscheibe erzeugt wird. In diesem - impliziten - Sinne lässt sich auch eine normale Bremsanlage kommunikativ verstehen. Hier geht es aber um explizite Konstruktionen wie das ABS. ( zurück) aus C:\hyperkommunikation\lexikon2\diskussion\hk_einfuehrung_koerper.htm
Viele Teilmaschinen dienen hauptsächlich dazu, den Schulungsaufwand des Benützers zu reduzieren, indem sie ein intuitives Benützerverhalten, das den objektiven Bedingungen unter einer gegebenen Technik nicht entspricht, so korrigieren, dass der Benützer kein neues Verhalten einüben muss. Antiblockiersysteme beispielsweise tragen der Tatsache Rechnung, dass der nicht geschulte Autofahrer die Bremse auch dann noch durchdrückt, wenn die Räder bereits rutschen, obwohl er bremsen, nicht schleudern will. Solche Teilmaschinen verhindern, dass sich Handlungen, die auf falschen Vorstellungen beruhen, negativ auswirken. Antiblockiersysteme etwa "übersteuern" die Vorstellung, dass durchgedrückte Bremsen oder blockierte Räder das Auto optimal verzögern. In solchen scheinbar "fehlertoleranten" Maschinen wird das menschliche Steuern "interpretiert" und technisch übersteuert. Natürlich interpretiert ein Antiblockiersystem nichts. Der Ingenieur, der ein solches System (ein)baut, interpretiert das 109 Ergonomie heisst ”die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit den Leistungsmöglichkeiten des arbeitenden Menschen und mit der Anpassung der Arbeitsmittel und der Arbeitsumgebung an die Eigenschaften und Bedürfnisse des Menschen beschäftigt” (Duden,Informatik,1990,507). 126 -------------------------------------------------------------------------------- durchgedrückte Bremspedal in einem Auto als Wunsch des Fahrers, das Auto möglichst rasch anzuhalten. Solche Interpretationen - deshalb heissen sie Interpretationen - sind häufig falsch. Geübte Autofahrer drücken, wie man im Rallyesport deutlich beobachten kann, das Bremspedal oft nicht zum Anhalten durch, sondern weil sie die Räder wirklich blokkieren wollen, was in den Kurven häufig mit Zeitgewinn verbunden ist. aus TI
Von einem Antiblockiersystem kann man sich auch absurde Modelle machen. Man kann kleine Männchen phantasieren, die aufpassen, dass die Räder nicht blockieren. Während man aber beim Bremsen im Notfall mit einem Antiblockiersystem, unabhängig davon, wie man sich dieses vorstellt, das Bremspedal wirklich vollständig durchdrücken muss, kann man mit dem Computermännchen nie wirklich sprechen. Man kann nur "so tun, als ob". Daran ändert auch nichts, dass viele Benützer nicht merken, dass sie, wenn sie dem Computer(männchen) etwas befehlen, nur tun, als ob (236). Gleichgültig ist natürlich auch für Antiblokiersysteme, die im übrigen mehr darunter leiden, dass sich viele ihrer Besitzer nicht trauen, so zu tun, als ob sie voll bremsen wollten, ob die Autofahrer bei einer Vollbremsung merken, warum die Räder nicht blockieren. Sich einzubilden, man spreche mit dem Computer, bedarf aber offenbar weniger Überwindung, als ein Bremspedal durchzudrücken - mindestens wenn man ohne "die höchst bemerkenswerte Illusion, der Computer sei mit Verständnis begabt", mit dem Computer sprechen kann. aus TI 209