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Eine Theorie ist eine Argumentation, in welcher eine Erklärung eines Phänomens auf ein anderes Phänomen übertragen wird.
Eine Theorie erläutert beispielsweise inwiefern das Phänomen "Funke", das ich mittels einer elektrischen Batterie erzeuge, und das Phänomen "Blitz eines Gewitters" in dem Sinne "analog" sind, dass das konstruktive Prinzip der Batterie - eben theoretisch - auch den Blitz erklärt. Systemtheorien führen die Phänomene auf Systeme zurück.
Amerkung:
Wissenschaftliche Theorie beruhen auf einem vierstufigen rekursiven Theoriebildungs-Verfahren, in welchem zunächst das Phänomen beschrieben wird. Dann wird eine explikative Hypothese, also ein erklärender Mechanismus oder ein Modell des Mechanismus postuliert. Anhand dieses Mechanismus werden zusätzliche Phänomene abgeleitet, die sich beim zu erklärenden Phänomen auch einstellen müssen. Schliesslich beginnt der Prozess mit den neuen Phänomenen von vorne. Maturana (34f) hat dieses Theoriebildungsverfahren als "Erklärungssystem" bezeichnet, obwohl es sich nicht um ein System, sondern um ein Verfahren handelt, das zu einer Theorie führt.
In der Systemtheorie wird das Verfahren insgesamt, respektive die mitteren Teil auch Modellierung genannt (etwa Hirsig (1.2f).