Logik        zurück ]      [ Index ]      [ Literatur-Index ]      [ Die Hyper-Bibliothek ]      Der Ausdruck „Logik“ ist eine Verkürzung des griechischen Ausdruckes "logike techne" (der sowohl in der Stoa wie im Peripatos, wohl, weil nicht belegt) für eine Lehre des Schließen verwendet wurde. In diesem diffusen Sinn steht "Logik" für die Kunst des Denkens oder Argumentierens, wobei eben das korrekte Schliessen gemeint ist.
Selbstreferentiell befasste sich die "philosophisch-mathematische Logik" mit den Voraussetzungen des korrekten Schliessens. Im metaphysischen Kontext (Aristoteles, Syllogismus)
- formale Prädikatenlogik: die Logik von G. Frege (Wahrheitstafeln)
- die Logik der MaschineMaschine (Kalkül, Schaltalgebra)



Logik ist ein Teil der Metaphysik (Logik, Aesthetik, Ethik). Logik beschreibt, was nachvollziehbar ist, und was nicht.

Logisch nachvollziehbar ist eine Argumentation, die den Syllogismus oder statistische Varianten davon erfüllt. Logisch nicht nachvollziehbar sind Widersprüchen, etwa "a und gleichzeitig nicht-a". Dieser metaphysischen Logik steht die Dialektik entgegen, in welcher ego "a" sagt und alter gleichzeitig mit "nicht a" widerspricht.


 

Logiken

Es gibt eine formale Logik, in welcher zeitlose Operationen durch Wahrheitstafeln beschrieben werden.

Es gibt eine abgeleitete formale Logik, in welcher zeitlose Operationen durch Wahrheitstafeln beschrieben werden.


 

Das metaphysische Konzept der Logik ist "das ausgeschlossene Dritte" (Stolzenberg über Mathematik), das sich im logischen "nicht" zeigt. Stolzenberg argumentiert, dass in einem operationalen Verständnis etwas nicht "nicht wahr" sein könne, wenn man kein Verfahren kenne, das das zeige.

Eine spezifische Form der Logik ist die sogenannte Turing-Maschine. Diese Logik ist konstruktiv, weil sie keine "nicht"-Maschine enthält, resp. weil Maschinen kein "nicht" enthalten. Alle Elemente einer Maschine existieren, nur auf der Ebene der Beschreibung kann man sagen, was nicht der Fall ist.

Das "nicht" ist auch Ursprung jeder Paradoxie, man kann keine paradoxen Maschinen bauen, man kann nur paradox über sie sprechen.

Hinweise:
"In der Logik ist immer Anstrengung und Mühe. Logik ist ich-bewusst. Das gleiche gilt für die Ethik, die eine Anwendung der Logik auf das praktische Leben ist" (Suzuki, 1939, 89).
 
Vgl. Keil-Slawik, 1990 (2), 114

“Unter Logik ließe sich, wenn man dieser Perspektive folgt, ein System von Regeln verstehen, das die Konstitution von Widersprüchen konditioniert.” N. Luhmann (Soziale Systeme, S. 495)


 

Die differenzielle Form der Logik:
Die Unterscheidung logisch/nicht logisch macht dort Sinn, wo ein Widerspruch unterstellt werden kann. Logisch ist, wenn kein Widerspruch gefolgert wird. Ausgeschlossen ist, was gar nicht widersprüchlich erscheinen kann.
Beispiel:


 
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